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Netzgeflüster Leih-Hamster gegen Umweltferkel
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Leih-Hamster gegen Umweltferkel
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14:10 15.11.2009
Quelle: Sreenshot
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Und ihr Lebensraum darf daher auch nicht zerstört werden beispielsweise durch Autobahnen, Fabrikanlagen oder gar Atomkraftwerke. Sobald also auf einem Baugelände solch ein Kerlchen um die Ecke schaut, wird in den meisten Fällen sofort ein Baustopp des geplanten Projekts verhängt. Und genau dies können zukünftig Gegner von eben neuen Autobahnen, Fabrikanlagen oder gar Atomkraftwerke nutzen, indem sie gezielt Hamster aussetzen.

Möglich macht dies der wohl weltweit erste Feldhamsterverleih, der jedermann für 292,50 Euro die Woche ein entsprechendes Tier ausleiht. Aber nicht nur das: Für das Tier wird unter anderem ein Hamsterbau eigens eröffnet, für das notwendige Futter wird gesorgt und auch die überaus wichtige Pressearbeit übernommen. Wem das zu teuer ist, der kann es für 99,90 Euro versuchen mit einer Feldhamsterbau-Imitation einschließlich Ausbringung von Hamsterspuren (Nagespuren, Losung) und wöchentlicher Auffrischung der Spuren. Einfach genial! Und weitere Infos findet man unter: feldhamsterverleih.de. Dort werden übrigens noch andere Protesttiere und --kräuter angeboten.

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Gegründet wurde diese Leih-Firma bereits vor sieben Jahren. Anlass, schreiben die Inhaber auf ihrer Netzseite, "war die ständige Zunahme von Landschaftsverbrauch durch Verkehrswegebau und industrielle Neuansiedlungen (sog. ,Industriegebiete' oder ,Gewerbeparks'). Bedrohte Arten der Fauna und Flora geraten so immer mehr ins Hintertreffen und verschwinden schließlich endgültig." Und dagegen hilft nur eins: ein Feldhamster. Über den wir dennoch folgende böse Worte bei Wikipedia gefunden haben: "Wegen seiner lebhaften Natur und der Gewohnheit Vorräte anzulegen, wurde der Feldhamster schon früh zu einem Symbol für aufbrausende, habgierige und geizige Personen." -- Ja, geizig sollten wir doch alle sein, wenn es um die Verschwendung natürlicher Ressourcen geht!!! -- Weitere überaus lesenswerte Backgroundfacts gibt es bei dem Hamster-Fachblatt: "Financial Times"

PS Liebe Hannoveraner-Öko-Protestanten! Denkt Ihr spontan jetzt auch an Boehringer in Kirchrode?

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