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Netzgeflüster Osama muss draußen bleiben
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Osama muss draußen bleiben
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12:35 21.04.2010
Von Ernst Corinth
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Diesen Eindruck muss man gewinnen, wenn man beim Nachrichten- und Quasseldienst Twitter mitmacht. Und dort mit unschöner Regelmäßigkeit erfährt, dass einem nun auch X oder Y folgt, also die eigenen Botschaften (hüstel!) mitliest. Schaut man sich dann neugierig an, was X oder Y in der letzten Zeit so bei Twitter verzapft hat, liest man mit zunehmenden Grauen folgende Nachrichten (ohne die Links) dieser Mitglieder:

Der Spagat zwischen bestehenden und neuen Kunden

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Erfolgreiche Selbstorganisation: Ursachen von Problemen mit Selbstorganisation

Ich bin dann mal weg ...

4 Tage Seminar für erfolgreiche Selbstorganisation in ...

Möchten auch Sie glänzen?

Wenn Sie Twitter noch effizienter nutzen wollen, dann ...

Nein, das will ich nicht! Weder effizienter noch selbstorganisierter!!!

Und wenn diese Selbstvermarkter, diese Heuschrecken des Internet einen noch penetranter belästigen, dann ist eben Schluss mit Twitter und anderen Netzwerken, die dabei sind zu Marketing-Plattformen zu verkommen.

Doch am besten man sperrt diese Leute gleich aus – wie kürzlich Osama bin Laden, dem von Facebook der Stuhl vor die Tür gesetzt wurde. Und der jetzt ohne entsprechendes Facebook-Profil völlig entwurzelt, ratlos ist und vermutlich niedergeschlagen im Hindukusch hockt. Sein Profil wurde jedenfalls gelöscht, obwohl er schon mehr als 1000 „Fans“ in diesem Netzwerk hatte. Angeblich, meint Facebook, war es ein Fake. Und die Botschaften, die man dort vom falschen bin Laden lesen konnten, sollen auch eher unschön gewesen sein.

Wenn das der Führer wüsste? Der, also ein gewisser Hitler, ist nämlich noch indirekt bei Facebook vertreten. Das konnte man zumindest hier lesen: „So gibt es vier Gruppen, in denen Adolf Hitler geehrt wird. Dort heißt es, dass der Diktator und Massenmörder ein großer Führer und toller Redner gewesen sei. Er sei nicht nur Reichskanzler und Kopf der NSDAP gewesen, sondern der 'weltbeste Diktator'.“ Und gegründet wurden diesen Gruppen angeblich von einem Pakistani, einer Türkin, von jemandem aus Bangladesch und von einem dunkelhäutigen Amerikaner. Und das ist ja nicht unbedingt Hitlers Zielgruppe gewesen ... Ganz im Gegenteil! Doch warum man Hitler zulässt und bin Laden nicht, das bleibt wohl das Geheimnis von Facebook.

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