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Netzgeflüster Raubkopien: Neuer Schlag ins Wasser
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Raubkopien: Neuer Schlag ins Wasser
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15:22 19.05.2010
Von Ernst Corinth
Quelle: Screenshot
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Wahnsinn, fast 24 Stunden lang! - Möglich war dies, so berichtet Heise.de, durch eine einstweilige Verfügung gegen den Netzzugangsprovider der schwedischen Piraten, der schließlich in Absprache mit den Verantwortlichen von „The Pirate Bay“ die Verbindung zum Netz abgeklemmt habe. Inzwischen allerdings geht alles wieder seiner illegalen Gang.

„Für die Anbindung,“ schreibt Heise, „sorgt nun nach eigenen Angaben die schwedische Piratenpartei. ,Wir sind des Katz-und-Maus-Spiels mit Hollywood müde’, erklärte Parteichef Rick Falkvinge. ‚Pirate Bay ist eine Suchmaschine und als solche nicht für die Suchergebnisse verantwortlich.’“ Wie immer nach solchen Auseinandersetzungen verspottet „Pirate Bay“ auf seiner Netzseite ihre Gegner. Auf der Website grüßt eine gelangweilte Katze die Filmindustrie. Und in ihrem Blog heißt es unter anderem. „Die Pirate Bay ist ein unsinkbares Schiff. Es wird auf dem Internet so lange segeln, wie wir es wollen.“ Und genauso sieht es derzeit auch aus. - Verlinken dürfen wir jedoch nicht auf diese Seite (und damit auf unser Zitat), das wäre dann womöglich strafbar. Aber das reine Nennen des Namens der Website ist noch erlaubt. Komische Zeiten, irgendwie.

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Ach ja, und als die „Pirate Bay“ kurzfristig offline ging, tauchten sofort alternative Links auf zu vergleichbaren Seiten. So zu einer Suchmaschine, die gleich in mehreren Foren nach illegalen Raubkopien sucht. Und übrigens macht mit einem kleinen simplen Trick solche Suche auch Google möglich. Aber Google gehört ja zur Zeit in Deutschland sowieso zu den Bösen, spätestens seit die Betreiber es auch hierzulande gewagt habe, Häuserfronten zu fotografieren, um danach diese offenbar streng geheimen und höchst intimen Bilder von Häusern ins Netz zu stellen. - Wo kommen wir denn dahin!? Fotos von Häusern zu veröffentlichen! So etwas macht man einfach nicht. Und so weiter und so fort. Die Empörung, die mittlerweile auch Hannover erreicht hat, habe ich jedenfalls noch nie verstanden.

Zum Schluss noch einen netten Link auf einen völlig entspannten WM-Song, den wir alle gut in (spiel)führerlosen Zeiten gebrauchen können.

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