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Netzgeflüster Schöne alte Messezeit
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14:37 04.03.2009
Von Ernst Corinth
Quelle: Nigel Treblin/ddp
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Mit sichtbaren Folgen, die das Blog „Germancowboys“ am vergangenen Dienstag beschreibt: „Heute scheint die Sonne und es sind elf Grad, für CeBIT-Verhältnisse ein prächtiger Tag hier in Hannover. Bei solchen Temperaturen wäre in den vergangenen Jahren kein leerer Platz auf den vielen Bänken zu finden, aber nun gibt es ausreichend freie Plätze. Es ist natürlich nur eine Schätzung von mir, aber meiner Meinung nach sind am ersten Tag der CeBIT nicht mal halb so viele Besucher da wie in den vergangenen Jahren.“

Ja, früher war eben alles irgendwie besser, voller und manches aus heutiger Sicht sogar urkomisch. Das meinen auch die Kollegen von Spiegel.de, die ihren Messe-Rückblick mit Überschriften wie „Von Fliegenaugen und bemalten Brüsten“ oder „Als oben ohne out war - doof unterm Datenhelm, halbnackt am Messestand“ stilvoll aufgepeppt haben. Aber lesenwert ist der Text dennoch, allein schon wegen der zahlreichen skurrilen Fundstücke - beispielsweise einen mit Brillanten besetzten Trekstor MP3-Player aus 750'er Gold für 20.000 Dollar. Den gab es übrigens im Jahre 2006 auf der CeBIT zu bestaunen.

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Auch Thomas Knüwer, Blogger des „Handelsblatts“, ist ins Archiv gegangenen und hat sich dort die Messeberichte aus dem Jahr 1989 angeschaut. Und dabei fand auch er, wie er schreibt, „großartige Fundstücke“. Ein heißes Thema waren vor 20 Jahren Laptops. „,Tragbare Rechenzwerge verblüffen mit Riesenpower,’ schrieben die Kollegen damals und prophezeiten: ,Sinnvolle Nutzung vor allem im Außendienst’. Ein 32-Bit-Laptop mit 80386-Prozessor, großer Festplatte (nicht näher beziffert) und Plasma-Bildschirm kostete damals zwischen 16.000 und 25.000 Mark - entlastete seinen Besitzer aber anscheinend gewaltig (...).“

Wie man Laptops damals auch einsetzen konnte, beschreibt dagegen ein User namens Avantgarde in einem Kommentar zu Knüwers Text: „Meinen ersten Laptop habe ich 1989/90 gekauft. Kostete etwas über 7000 DM und irritierte die Aufsicht in der Bayerischen Staatsbibliothek erheblich und lockte im Englischen Garten dürftig bekleidete Studentinnen an.“ Wer das alles zu nostalgisch findet, der kann ja stattdessen mal im 01blog vorbeischauen, das offizielle Blog der CeBIT. Und dort gab es zum Messeauftakt gleich eine sensationelle Meldung: Die Kinder von Bill Gates dürfen nämlich weder ein iPhone noch einen iPod nutzen. Das hat Gates’ Frau der „Vogue“ kürzlich verraten.

Nach diesem Ausflug in unsere beliebte Rubrik „Infos, die unser Leben verändern können“ nun zum Schluss der Link-Tipp der Woche: Greg Rutters Liste von exakt 99 Dingen, die man im Internet gesehen haben muss.

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