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Netzgeflüster Über Gina Wild darf man keine Witze machen
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Über Gina Wild darf man keine Witze machen
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12:27 19.08.2009
Von Ernst Corinth
Quelle: Screenshot
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Auf ihrer Netzseite gab sie bekannt, dass es ihr gelungen sei, als neues Werbegesicht die ehemalige Pornodarstellerin Gina Wild alias Michaela Schaffrath zu engagieren. Und daher werde die Firma Gimahhot umbenannt in „Ginahot“. Ob diese Wortspielerei lustig ist, darüber kann man tatsächlich streiten. Aber gar nicht lustig ist die Reaktion von Michaela Schaffrath auf diesen Scherz. Ihre Anwälte schickten der Firma deswegen eine Abmahnung und eine Schadensersatzforderung in Höhe von erstaunlichen 40.000 Euro, über die am 29. September das Landgericht Hamburg zu entscheiden hat. Dazu schreibt in einer Presseerklärung Thomas Promny, Geschäftsführer Marketing des verklagten Unternehmens: „Wir haben nicht damit gerechnet, dass unser Aprilscherz so weit reichende Folgen haben würde. Die Schadenersatzforderung von Frau Schaffrath empfinden wir zudem als völlig übertrieben. Zufällig haben wir ein Angebot von Dolly Buster eingeholt, die so einen Scherz für 1.500 Euro mitgemacht hätte.“

Diese Geschichte macht nun gerade im Internet die Runde, sorgt bei beiden Parteien für zusätzliche Aufmerksamkeit, dennoch zeigt sie, wie teuer einem Witze im Internet kommen können. Also nix mit „rechtsfrei“!

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Aber zum Glück gibt es auch noch nette und schöne Dinge im Internet. Beispielsweise ein virtueller Stadtrundgang durch Hannover, der auf dem bekannten „Roten Faden“ basiert. Ihn gibt es übrigens schon seit langem auch als Broschüre, an der einst Harry Rowohlt führend mitgeschrieben hat. Den Rundgang zu Sehenswürdigkeiten der Stadt findet man unter www.roterfaden-hannover.de. Und seit kurzem sind in ihm auch 360° Panorama-Videos der hannoverschen Firma City-Views.tv integriert. Wer also beispielsweise völlig erschöpft von dem Rundgang vor seinem Monitor mal eine Pause machen möchte, kann sich so in aller Ruhe die Umgebung der gerade virtuell besuchten Sehenswürdigkeit anschauen. Ein Spaß für Leute, die über einen halbwegs schnellen Computer verfügen. Und in naher Zukunft soll dies alles auch über Handy möglich sein.

Zum Schluss das Spiel zur neuen Grippe:

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