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Netzgeflüster Und ich sag nur ...
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Und ich sag nur ...
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14:41 02.06.2010
Von Ernst Corinth
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Und am vergangenen Mittwoch gelang es tatsächlich Bild.de beides in einem Artikel zu vereinen: So hätte, heißt es also sinngemäß, die hannoversche Abiturientin dem Horst seine Rücktrittsrede gehalten. Zitat: „Mein Job braucht mehr respect.Ich schmeiße hin. Ich will nicht mehr euer Präsident sein. Ab jetzt. Boah, ich flippe aus…“ Raschel, raschel! Zettel raus: „... mit sofortiger Wirkung.“ Was man nicht im Kopf hat, muss man halt ablesen.

Und was würde Uwe Seeler dazu sagen: „Ich sag mal, einer geht noch.“ Und weiter im typischen Seeler-Sprech: „Das haben Gerd Müller und ich uns niemals zweimal sagen lassen. Mexiko `70 – meine Lieblings-WM. Wir waren Zimmergenossen und sind gut miteinander ausgekommen. Das hat man auch aufm Platz gemerkt. Meine Herrn, was haben wir bei dem Turnier hingelangt – vor allem der Gerd.“ - Meine Herrn, der Seeler, der hat nämlich nun ein Blog auf den Seiten einer großen Supermarktkette, in dem er fast täglich über die Welt, den Fußball und vielleicht auch den Horst (oder die neue Bundes-Uschi?) schreibt: „Ich sag mal ...“ Eines hat der Seeler, Uwe allerdings dafür nicht verdient: die Arschkarte, die man sich auf der Seite myarschkarte.de selber verleihen kann. Verdient hat sie dagegen seine Supermarktkette, die derzeit sogenannte Vuvuzelas massenhaft verlost, damit die terrorverdächtige Soundkulisse der südafrikanischen WM-Stadien auch unsere bundesdeutschen Wohnzimmer heimsucht.

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Egal! Es gibt auch andere Beispiele auf der genannten Akarten-Netzseite: „Heute habe ich einen Messestand für eine Ausstellung gebucht. Beim Kostenvoranschlag hatte ich mich verlesen. Was ich für den Preis der Gesamtfläche hielt, war der Quadratmeterpreis.“ „Heute schimpfte ich am Telefon über meinen Chef: ,Ich hoffe der Idiot hat seinen fetten Arsch nicht mehr lange im Chefsessel!' Kurz darauf bemerkte ich ihn in der Tür.“ Und besonders hübsch: „Heute war ich auf einer GrandPrix-Gartenparty bei Freunden. Beschwipst schaukelte ich auf der Kinderschaukel. Ich versuchte, immer mehr Schwung zu bekommen. Da kippte das ganze Gerüst mit mir um und ich landete im Gartenteich. Ich war tropfnass, voll Entengrütze und der Lacher der Party.“ Grand Prix – und damit schließt sich heute der Kreis. Meine Herren, und ich sag nur ...

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