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Netzgeflüster Wahre Mundräuber
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Wahre Mundräuber
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15:20 11.08.2010
Von Ernst Corinth
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Diesen Tipp, den wir natürlich ohne Gewähr präsentieren, stammt von der Netzseite Mundraub.org, die sich für freies Obst für freie Bürger deutschlandweit einsetzt. Und natürlich kann jeder mitmachen, nicht nur beim Obstverzehr!

Wer nämlich sogenannte herrenlose Obstbäume kennt, kann deren Standort auf einer Karte dort eintragen mit ein paar Erläuterungen. Und die gemachten Angaben werden dann von den Betreibern vor der Veröffentlichung überprüft. Außerdem gibt es auf der Netzseite eine Art Selbstverpflichtung. Wahre Mundräuber, heißt es, "gehen 1. behutsam mit den Bäumen, der umgebenden Natur und den dort lebenden Tieren um,? 2. lassen beim leisesten Zweifel über die Freigabe eines Baumes die Finger von den Früchtchen,? 3. und haben Freude daran, dem fruchtigen Ort etwas zurückzuschenken – sei es einfach durch ein gutes Gespräch rund um kostbares Obst, einen Besuch im nahegelegenen Hofladen oder Café oder sogar durch ein Engagement bei der Pflege von Obstbäumen.“ Die Idee zu diesem fruchtigen Projekt ist vor zwei Jahren entstanden.

Wie man in einem Blog der Berliner „taz“ lesen kann, paddelten damals fünf Freunde gemeinsam auf einem Fluss durch Sachsen-Anhalt. „Ihnen fiel auf, dass am Ufer überall Obstbäume standen.
Sie bedienten sich fröhlich und überlegten: Wie kann man es schaffen, dass das Obst nicht einfach verrottet, das an Flüssen, Landstraßen, auf Feldern oder sogar mitten in der Stadt wächst??“ Und die Antwort ist natürlich Mundraub.org, das längst bundesweite aktiv ist.

So findet man für Hannover (und näherer Umgebung) auf der Karte sechs Apfelbaum-Symbole und jeweils ein Symbol für Mirabellen, Kirschen sowie Maulbeeren. Und besonders aktuell ist der Mirabellen-Eintrag. Er stammt vom 10. August: „Ein Mirabellenbaum an einer Kuh-/Pferdewiese kurz hinter dem Limmer Volksbad. Lecker!“ Da gibt es wohl nur noch eins: Guten Appetit!!

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