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Netzgeflüster Weltuntergang wird verschoben
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14:11 04.11.2009
Von Ernst Corinth
Quelle: Screenshot
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Und glaubt man der Werbung, dann ist er "Die Mutter aller Katastrophenfilme" -- die Oma wird übrigens noch gesucht, auch andere Verwandte sind leider abgängig.

Egal, jedenfalls geht nach Emmerich im Jahre 2012 die Welt unter. Und diese Erkenntnis verdankt der Regisseur dem Maya-Kalender, der angeblich in drei Jahren im Dezember endet und dann diesen bunten Mega-Event irgendwie auslöst. Weitere Einzelheiten verrät natürlich das Internet, genauer: eine Google-Suche nach "2012". Und jetzt kommt's: Glaubt man wiederum Andrea Fuls, Wissenschaftler des Instituts für Geodäsie und Geoinformationswissenschaft der TU Berlin, dann muss die Geschichte der Mayas -- vor allem was ihre Chronologie angeht -- völlig neu geschrieben. Und damit Emmerich Film eigentlich neu gedreht werden.

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Genau das haben wir nämlich kürzlich in unserem Lieblings-Nachrichtenportal Astronews.com gelesen, das Fuls Forschungsergebnisse gewohnt prägnant zusammenfasst: Nach seinen Berechnungen spielt sich demnach die Geschichte der mittelamerikanischen Hochkultur 208 Jahre später ab als bislang angenommen. "Das hat Folgen für die Interpretationen der Maya-Prophezeiungen und ihre Datierung. So würde der angenommene Weltuntergang nicht für den 21. 12. 2012 gelten, sondern für das Jahr 2220." Und das ist uns dann -- aus verständlichen Gründen -- erst einmal völlig schnuppe.

Natürlich ist alles viel komplizierter. Und weitere Einzelheiten dieser katastrophalen Fehlberechnung des Weltuntergangs (der ja schon für Bayern München-Fans am vergangenen Dienstagabend stattgefunden hat) findet man bei Astronews.

Doch kurze Rede, langer Sinn: Auch in drei Jahren kann unsere Wirtschaft fest mit einem Weihnachtsgeschäft rechnen, während wir ohne Gefahr den Weihnachtsmarkt besuchen dürfen. Eben, Schwein gehabt!

Zum Schluss einen Videotipp: So feiert man als Fußballspieler auch ohne anwesende Fans zünftig einen Torerfolg.

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