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Netzgeflüster Wettervogel
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14:30 24.03.2010

Den Vogel (als Zyniker könnte man auch sagen: den Kachelmann) schoss bis zum Mittwochmorgen ab: Kimberly Hoppe, Leute-, also Klatsch-Kolumnistin der Münchner „Abendzeitung“, die am 22. März über Twitter in dort notwendiger Kürze schrieb: „Donnerwetter! Wetterfrosch Kachelmann angeblich in U-Haft wg Vorwurf der Vergewaltigung“.

Zweiter in meinem hausinternen Metaphern-Wettbewerb war ich selbst mit: Potzblitz! Wetterfrosch auf dem Trockenen“. Und dann kam also am Mittwoch die Berliner „taz“ heraus mit der fürwahr genialen Bemerkung: „Es war doch klar, dass für diesen Scheisswinter am Ende jemand in den Knast wandern muss.“ Ja, wer den Schaden hat, muss bekanntlich für den Spott nicht sorgen.

Und selbst wenn sich die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den bekannten und bis vergangenen Montag auch beliebten TV-Meteorologen als falsch herausstellen sollten, hat seine Fernsehkarriere wohl einen gehörigen Dämpfer erhalten.

Auch bei Twitter ist Jörg Kachelmann übrigens aktiv gewesen: Seine letzte Mitteilung dort stammt vom 16. März: „Genf teilt mit: Habemus erste Kastanienknospe“.

Und am 13.3. schreibt er vielsagend: „Fuer die, deren Laune unerklaerlicherweise vom Fruehling abhaengt, der Rat der US-Kollegen bei grotesken Scheinproblemen: Get a real life!“ Yes, we can! Und wem die Neugierde nun gar heftig umtreibt, kann ja bei Twitter mal nachschauen, was Kachelmann im Zeitraum der angeblichen Tat getwittert hat. Auch bei diesem Kurznachrichtendienst verwischen sich die Spuren halt nicht so schnell. Alles bleibt im Netz erhalten. Das Internet ist eben konservativ. Kein Wunder, dass auch „Der_Fuehrer“ online und bei Twitter ist. Sein dortiger Account ist allerdings noch nicht verifiziert worden. Sobald Twitter bestätigt, dass der Führer echt ist, werden wir das an dieser Stelle sofort bekannt geben. Einiges spricht übrigens dafür: So haben seine Tweets (Nachrichten) zum Beispiel rund 10.000 Abonnenten, etwa 20-mal mehr als die unseres Wetterfrosches auf dem Trockenen.

Jedenfalls wird auch der Herr Führer von Frühlingsgefühlen geschüttelt.

Am 13.3. schreibt er bei Twitter: „Jätzt, wo äs wärmer wird, soll ich mähr laofen und mich stählen, sagt Eva. Ich sai nor noch so flink wie ein Windbeutel…“ Und hat so ganz nebenbei den Startschuss für die diesjährige Jogging-Saison geben. Potzblitz und Donnerwetter!

eco

Vielleicht habe ich sie nur übersehen, hoffen wir es mal. Aber leider liegt der Verdacht doch recht nahe, dass aus gutem Grund eine Meldung in den meisten Medien gern verschwiegen wird, die ich in der unerschrockenen "Ärzte Zeitung" am vergangenen Montag gefunden habe – mit der für linksradikale Netzgeflüster-Leser tollen Überschrift „Linke schlauer als Konservative“.

Ernst Corinth 30.09.2010

Alle reden drüber. Wir jetzt auch: Chatroulette, seit einigen Wochen schon der angesagte neue Freizeitspaß im Netz. Und hinter diesem zwar seltsamen, jedoch durchaus berechtigten Namen verbirgt sich eine internationale Live-Videoplattform, die von einem russischen Gymnasiasten entwickelt wurde.

Ernst Corinth 10.03.2010

Es ist ja CeBIT-Zeit. Und wer es nicht glaubt, der sollte mal versuchen in Hannover in der Zeit zwischen 17 und 19 Uhr ein Taxi zu bekommen.

03.03.2010