Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Netzgeflüster Wohl nicht nur im Internet
Nachrichten Medien & TV Netzgeflüster Wohl nicht nur im Internet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:34 14.10.2009
Von Ernst Corinth
Quelle: Screenshot

Wie dem auch sei, die Wirtschafts- und Finanzkrise kennt jedenfalls wahrlich kein Pardon, selbst traditionelle Firmen werden also von ihr erwischt und auch das Terrorbusiness scheint nicht mehr krisensicher. Dank natürlich unserer Sicherheitsexperten und -kräfte.

Obwohl, das musste ich dann einen Tag später lesen, ausgerechnet in der hannoverschen Polizei womöglich ein paar Blindgänger sitzen, die erst wegen vermeintlicher Weltkriegsbomben eine mehrstündige Evakuierung unserer Innenstadt ankündigen, um am nächsten Tag plötzlich wieder Entwarnung zu geben. Die angeblichen Bomben, heißt es nun, sind nämlich nur angebliche. Na, da haben wir Innenstadt-Bewohner ja Glück gehabt. Und müssen an dem vermeintlichen Evakuierungs-Sonntag, dem 1. November, nicht von 9 Uhr (!!!) an sicherlich bald genervte Freunde oder Verwandte stundenlang aufsuchen. Oder uns -- um Himmels willen! -- in unseren Wohnungen vor den Evakuierungskontrolleuren verstecken.

Letzteres sollte man natürlich nicht machen. Ja, es geschehen schon in der Welt, in Hannover und im Netz komisch-aufregende Sachen. Beispielsweise in den USA, wo eine große Filmfirma geschickt das Internet ausgenutzt hat, um einen Horrorstreifen zu vermarkten. Die Rede ist von dem Film "Paranormal Activity", der Inhalt hält offenbar, was der Titel verspricht. Bemerkenswert sind jedoch die Produktionskosten in Höhe von angeblich nur 10.000 Dollar, also eine Low-Low-Budgetproduktion. Gezeigt wurde nach einem Bericht der "New York Times" dieser bestimmt gar schreckliche Streifen zuerst lediglich in 13 amerikanischen Uni-Städten - in Mitternachtsvorstellungen.

Danach entstand, wohl auch initiiert durch den zuständigen Filmverleih, ein regelrechter Hype um den Film, im Internet, in Foren, bei Facebook oder bei Twitter, wo er seit Wochen zu den viel diskutierten Themen gehört. Gleichzeitig versprach der Verleih, den Film landesweit in den Kinos zu starten, wenn das mindestens eine Million Menschen in einer Netzumfrage wünschen.

Das war dann überhaupt kein Problem mehr. Vergangene Woche lief der Film in 159 amerikanischen Kinos an und in nur wenigen Tagen spielte diese 10.000-Dollar-Produktion bereist mehr als 8 Millionen ein. Erwartet wird übrigens eine Einnahme in Höhe von 75 Millionen Dollar. Und auch bei uns ist diesem Film zu sehen -- voraussichtlich im kommenden November. - Neue Ideen braucht eben auch die Kinobranche.

Zum Schluss ein Link auf ein Video mit "Dr. House": "Fry & Laurie -- Leg work"

Netzgeflüster Internet: ein Fremdwort in Krankenhäusern - Zurück am Netz

I’m back. Oder: Da sind wir wieder. Nach beinahe siebenwöchiger Krankheitspause geht es heute in hoffentlich neuer Frische mit dieser Kolumne endlich weiter. Mein Dank gilt den vielen Lesern, die mir Genesungswünsche geschickt haben. In genau einer Woche folgt der Neustart des täglichen Netzgeflüsters auf HAZ.de.

Ernst Corinth 07.10.2009

Es gibt diese Meldungen, die mit dem Satz beginnen, „Britische Forscher haben entdeckt, dass ...“. Solche Nachrichten werden gerne auch mal auf der Unterhaltungsseite der Zeitung veröffentlicht.

02.09.2009

Zu den Absonderlichkeiten des Internets gehören seit seiner Erfindung die so genannten Memes: Gedanken und Gerüchte, die sich viral vermehren, im Laufe der Zeit verändern und in immer neuen Variationen weiterverbreitet werden.

26.08.2009