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Convention Camp Die digitale Zukunft auf dem Convention Camp in Hannover
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13:44 18.10.2011
Von Florian Heinz
Mehr als 1000 Besucher kamen zum Conventioncamp 2010 nach Hannover.
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Hannover

Was zunächst wirr klingt, ist jedoch Teil des Erfolges der Internetkonferenz, die am 8. November zum vierten Mal im Conventioncenter auf dem Messegelände stattfindet. Denn es sind die Besucher, die selbst Themen vorschlagen können, über die sie an diesem Tag sprechen wollen – ein Konzept, das sich „Barcamp“ nennt.

Gesprochen wird in Hannover über alles, was im weitesten Sinne mit der digitalen Zukunft zu tun hat. Wie Technologien oder Smartphone-Apps den Alltag verändern oder wie das Arbeiten über das Internet die Unternehmenskultur beeinflusst. Was am 8. November aber genau auf dem Konferenzplan landen wird, darüber stimmen die Teilnehmer erst zu Beginn des ConventionCamps ab. Sie entscheiden, ob sie zu einem Thema einen Vortrag hören wollen – oder eben nicht. Auch feste Zeitformate gibt es in Hannover nicht, vom fünfminütigen Minivortrag bis zum 90-minütigen Seminar ist alles vertreten. Und so sprechen die Macher des Convention Camps auch leicht ironisch von einer „Internet(un)Konferenz“.

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Das ConventionCamp hat noch eine weitere Besonderheit: Es ist eine Mischung aus eben jenem „Barcamp“ und klassischer Konferenz mit festen Sprechern – und ist in der Größe zumindest deutschlandweit einmalig. Einer dieser festen Sprecher ist in diesem Jahr der Autor Frank Schätzing („Der Schwarm“). „Der passt überhaupt nicht zu den anderen”, sagt Organisator Ingo Stoll. Aber das sei genau richtig für einen Online-Zukunftskongress. Eine halbe Stunde wird Schätzing selbst den Vortrag gestalten, für den Rest der einstündigen Veranstaltung ist eine moderierte Talkrunde geplant. Jeder Besucher kann sich daran beteiligen. Leitfaden ist die Frage: „Womit beschäftigen sich Science-Fiction-Autoren heute?“

Die Teilnehmer der Konferenz stammen aus unterschiedlichen Disziplinen: aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Web 2.0. Dass diese drei Besuchergruppen auf einer Konferenz zusammentreffen, ist ungewöhnlich und vor allem der Geschichte des ConventionCamps geschuldet. Bei der ersten Auflage 2008 sollten Verlage und Betriebe von den Vorzügen eines „Barcamps“ überzeugt werden – und so entschieden sich die Organisatoren zu der bis heute bestehenden Mischform.

Zu Beginn fand das ConventionCamp noch auf dem Conti-Campus statt, seitdem besteht eine Verbindung zur Leibniz Universität. So ist Prof. Klaus-Peter Wiedmann vom Institut für Marketing und Management einer der Mitinitatoren der Veranstaltungen. Der Umzug in das Convention Center war vor allem dem wachsenden Erfolg geschuldet. Kamen zum ersten ConventionCamp noch 250 Besucher, erwarten die Organisatoren für die vierte Auflage über Tausend Teilnehmer – und potentielle Sprecher.