Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Neues Design für ARD-Dauerbrenner
Nachrichten Medien & TV Neues Design für ARD-Dauerbrenner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:30 20.01.2014
Moderator Jörg Thadeusz spricht bei der Jubiläumsfeier ARD zu 60 Jahre „Wort zum Sonntag“. Quelle: dpa
Anzeige
Hamburg

Die zweitälteste ARD-Sendung „Das Wort zum Sonntag“ wird zum 60. Geburtstag optisch überholt. Die Sprecher werden vom 25. Januar an vor einem Hintergrundbild mit Bezug zum Thema reden und nicht mehr vor rein blauer Fläche. Außerdem bekommt die Sendung ein neues Logo, neue musikalische Elemente und einen veränderten Vorspann. Das kündigten die ARD und Kirchenvertreter am Montag in Hamburg bei einer Jubiläumsfeier an.

Nach der „Tagesschau“ ist „Das Wort zum Sonntag“ das zweitälteste Format des Ersten. Die fünfminütige Sendung, in der im Wechsel evangelische und katholische Geistliche auftreten, wurde 2013 nach Senderangaben im Schnitt von 1,5 Millionen Menschen verfolgt. Die erste Folge war am 8. Mai 1954 ausgestrahlt worden. Zu den Prominentesten der mehr als 300 Sprecher zählten der evangelische Pfarrer Heinrich Albertz und die katholische Ordensschwester Isa Vermehren.

Anzeige

„Das Wort zum Sonntag“ sei eine Institution, die sich nicht überlebt hat, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider. Die Sendung war und sei für viele Menschen ein niedrigschwelliger Berührungspunkt mit dem Evangelium und eine wohltuende Unterbrechung im Getriebe des Alltags.

Als „eine Art einmal wöchentlich gesendete, geistliche "Tagesschau"“ bezeichnete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, die Beiträge. „Es geht darum, geistliche Impulse und religiöse Anstöße zu geben.“ Mit kirchlichen Sendungen könnten auch Skeptiker erreicht werden.

Für ARD-Intendant Lutz Marmor geht es beim „Wort zum Sonntag“ um die Vermittlung von Werten, eine Kernaufgabe auch der öffentlich-rechtlichen Sender. Die Sendung stehe wie ein Monolith in der Fernsehlandschaft. „Es gibt keinen Quotendruck“.

An ein jüngeres Publikum richtet sich das neue Format „Freisprecher“ auf dem Spartenkanal EinsPlus (ab 2. Februar/ 22.12 Uhr). In dreiminütigen Filmclips werden ethische Fragen thematisiert und zur Diskussion gestellt. Bei einem Online-Videowettbewerb „Dein Wort zum Sonntag“ können Einzelne oder Gruppen eigene Beiträge bis zum 31. Mai einreichen.

dpa

Mehr zum Thema

„Ta-ta, ta ta ta taaa“ – Der Sechs-Töne-Klang ist seit mittlerweile 56 Jahren aus deutschen Wohnzimmern nicht wegzudenken. Die Fanfare der ARD-„Tagesschau“ wird jetzt überarbeitet.

11.09.2012

Im Streit um die „Tagesschau“-App setzen die ARD und Zeitungsverleger trotz eines laufenden Gerichtsverfahrens weiter auf eine gemeinsame Lösung.

22.11.2012

Die ARD will die „Tagesschau“ umbauen. Dafür plant das erste deutsche Fernsehen weniger Themen pro Sendung und „intensivere“ Berichte.

Imre Grimm 05.07.2011
Christiane Eickmann 20.01.2014
Medien & TV Fernsehabend in Deutschland - Erst Tatort, dann Dschungelcamp
20.01.2014