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Medien & TV „8 Tage“ – So gut ist die neue Sky-Serie
Nachrichten Medien & TV „8 Tage“ – So gut ist die neue Sky-Serie
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14:00 01.03.2019
Flucht vor der Bedrohung aus dem All: Familie Steiner (v. l.) mit Sohn Jonas (Claude Heinrich), Mutter Susanne (Christiane Paul), Vater Uli (Mark Waschke), Tochter Leonie (Lena Klenke) und ihrer besten Freundin Nora (Luisa-Céline Gaffron). Quelle: Julia Terjung/Sky
Hannover

Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Laut den Berechnungen wird er in acht Tagen an der französischen Atlantikküste einschlagen – und weite Teile Europas vollständig vernichten. Ein Versuch der Nasa, den Himmelskörper mit Raketen aus seiner Bahn zu schießen, ist gescheitert; das Ende ist unausweichlich.

Die neue deutsche Sky-Serie „8 Tage“ widmet jedem dieser letzten Tage eine Episode und schaut dabei zu, wie sich mehrere Protagonisten verzweifelt an unterschiedliche Hoffnungen klammern: Herrmann (Fabian Hinrichs) ist Mitglied der Bundesregierung und überzeugt, mit seiner hochschwangeren Lebensgefährtin (Nora Waldstätten) im quasi letzten Moment noch nach Amerika fliehen zu können. Derweil sind Ärztin Susanne (Christiane Paul), ihr Mann Uli (Mark Waschke) und ihre beiden Kinder mithilfe polnischer Schlepper auf dem Weg nach Russland. Baustoffhändler Klaus (Devid Striesow) dagegen hofft, die Katastrophe in einem Bunker überleben zu können. Geradezu genüsslich sorgt das Autorentrio Peter Kocyla, Rafael Parente und Benjamin Seiler dafür, dass diese Pläne durchkreuzt werden. Herrmann etwa stellt schockiert fest, dass das US-Visum nur für ihn gilt, weil er und Marion nicht verheiratet sind. Er bettelt, droht, schreit, fleht; vergebens.

Gerade die Männer stellen sich dem Weltuntergang zwar unverdrossen, aber zunehmend verzweifelt. Der dünne Firnis der Zivilisation blättert rasch ab: Wer nur das nackte Leben retten will, hat keine Skrupel, über Leichen zu gehen.

Bürgerkriegsähnlichen Zustände – das Kriegsrecht wird verhängt

Ein weiterer Reiz der Geschichte liegt in der Verknüpfung der verschiedenen Erzählebenen. Zunächst hat es den Anschein, als hätten Michael Krummenacher und Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“) mehrere Filme gedreht, die nun beim Schnitt zu einem verschmelzen. Erst nach und nach offenbaren sich die Verbindungen. So ist zum Beispiel der von Murathan Muslu mit viel Melancholie versehene Polizist Deniz, der als Letzter versucht, Recht und Ordnung aufrechtzuerhalten, der Geliebte von Ärztin Susanne.

Gut möglich, dass die Autoren beim Entwurf dieser Rolle einige jener überlebensgroßen Apokalypsefiguren vor Augen hatten, wie sie Charlton Heston unter anderem in „Planet der Affen“ als Omega-Mann oder in „Erdbeben“ gern bis zum bitteren Ende verkörpert hat. Anders als Hestons Helden hat Deniz aber Humor: Kurz bevor die Welt untergeht, klemmt er noch einen Strafzettel hinter den Scheibenwischer eines Autos.

Und dann erfährt die Öffentlichkeit auch, dass die Lotterie, mit der die angeblich 15 Millionen deutschen Bunkerplätze vergeben werden, eine Farce ist. Angesichts der bürgerkriegsähnlichen Zustände wird das Kriegsrecht verhängt. Vorbilder für den Weltuntergangsfilm sind vor allem „Der jüngste Tag“ (ein Planet ist auf Kollisionskurs mit der Erde, USA, 1951) und der britische Klassiker „Der Tag, an dem die Erde Feuer fing“ (die Erde driftet aufgrund von Atombombentests auf die Sonne zu, 1961). Das Genre ist allerdings bereits über hundert Jahre alt: Schon 1916 beschrieb der dänische Stummfilm „Das jüngste Gericht“, was passiert, als Astronomen entdecken, dass ein Komet auf die Erde zurast.

Von Tilmann P. Gangloff/RND

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