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Medien & TV ARD kämpft um „Tagesschau“ am Vormittag
Nachrichten Medien & TV ARD kämpft um „Tagesschau“ am Vormittag
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11:13 01.12.2011
Veränderungen bei ARD und „Tagesschau“
Die ARD will „Tagesschau“ auch 2012 weiterhin prominent einsetzen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Bremen

Die ARD-Vorsitzende Monika Piel sagte nach der Intendantentagung am Mittwoch in Bremen, sie habe ZDF-Intendant Markus Schächter in einem Brief darum gebeten, den kürzlich gefassten Beschluss zu überdenken.

Von 2012 an will das ZDF durchgängig das Jahr über um 9 und 12 Uhr eigene „heute“-Sendungen ausstrahlen. Bisher wechseln sich ARD und ZDF bei der Produktion des Morgen- und Mittagsmagazins sowie der Nachrichten am Vormittag ab. „Das ist eine gut funktionierende Kooperation, und wenn die beendet wird, würde das auch in der ARD zu deutlichen Mehrkosten führen“, sagte Piel. Wie die ARD damit umgehen werde, werde sie erst nach der Tagung des ZDF-Fernsehrats am 9. Dezember beraten.

Piel betonte, dass sich das Erste dem neuen ZDF-Nachrichtenschema jedoch nicht anpassen werde. Danach soll die 10-Uhr-„heute“-Ausgabe entfallen und die Nachrichten um 12 Uhr sollen fünf Minuten kürzer ausfallen. Im nächsten Jahr werde die ARD bei ihren Sendungen verstärkt auf Information setzen, sagte Piel. „Wir wollen 2012 zu unserem Informationsjahr machen.“

Am Montagabend soll es nach den „Tagesthemen“ weiterhin einen festen Sendeplatz für gesellschaftspolitische und geschichtliche Dokumentationen geben. Gezielt an jüngere Zuschauer richtet sich die „Tageswebschau“ – ein neues Format, das Radio Bremen produziert. Dieses greife in kurzen Beiträgen die wichtigsten Themen des Tages und Ereignisse aus dem Netz auf, erläuterte Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger. Das Konzept soll zunächst sechs Monate lang getestet werden.

Ab dem 23. Januar ändert die ARD wegen Thomas Gottschalks neuer Sendung ihr Vorabendprogramm. Von montags bis donnerstags wird um 19.20 Uhr „Gottschalk live“ zu sehen sein. Dafür werden die Seifenoper „Verbotene Liebe“ und das Boulevardmagazin „Brisant“ um einige Minuten gekürzt. Die Wiederholungen von „Wissen vor 8“ entfallen.

dpa

Marina Kormbaki 01.12.2011
30.11.2011