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Medien & TV ARD wirft Serie „Marienhof“ aus dem Programm
Nachrichten Medien & TV ARD wirft Serie „Marienhof“ aus dem Programm
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12:04 16.12.2010
Die „Marienhof“-WG: Marlon (Simon-Paul Wagner, l-r), die Zwillinge Lea (Maria Hönig) und Ruth (Simone Gorholt) mit ihrem Halbbruder Charly (Sven Thiemann) und dessen Freundin Netty (Ivonne Polizzano). Quelle: dpa
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Nach mehr als 18 Jahren nimmt die ARD ihre Serie „Marienhof“ 2011 aus dem Programm. Das teilte der Sender am Donnerstag in München mit. Die aktuelle Staffel endet mit der Episode 4053, eine Fortsetzung ist nicht geplant. Die letzte Episode der einstigen Erfolgsserie, die die erste „Daily Soap“ im öffentlich-rechtlichen Fernsehen war, wird voraussichtlich im Mai gezeigt.

„Leider hatten die Anstrengungen, den „Marienhof“ wieder in die alte Erfolgsspur zu bringen, nicht das gewünschte Ergebnis“, sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres. Der Abschied vom „Marienhof“ gehört zu einer Neustrukturierung des ARD-Vorabends, der seit geraumer Zeit mit schwächelnden Quoten zu kämpfen hat.

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Der neue Plan: Nach dem Ende von „Marienhof“ soll die tägliche Serie „Verbotene Liebe“ mehr Platz bekommen und künftig „sozusagen im XL-Format“ zu sehen sein, wie ein ARD-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte. Eine Folge der Serie um Liebe und Leidenschaft im deutschen Adel soll in Zukunft 45 statt 25 Minuten dauern und „dramaturgisch in sich geschlossen“ sein.

Weitere Schwerpunkte des Programms am Vorabend sollen „wissensorientierte Unterhaltung“ und regionale Krimis wie das „Großstadtrevier“ sein, wie die ARD mitteilte.

Der „Marienhof“, der am 1. Oktober seinen 18. Geburtstag feierte, hatte schon länger mit schwachen Quoten zu kämpfen. Seit Jahren lag der Marktanteil der Serie bei durchschnittlichen neun Prozent - im Vergleich zu durchschnittlich 15,5 Prozent im Jahr 2000.

Im Jahr 2010 erreichte die Serie nach ARD-Angaben im Schnitt nur noch 1,63 Millionen Zuschauer - ein Marktanteil von 8,6 Prozent. Nachdem er zunächst nur zweimal wöchentlich zu sehen war, wurde der „Marienhof“ seit Anfang 1995 von Montag bis Freitag ausgestrahlt.

dpa