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Medien & TV Bayern verbietet Projekt „Zeitungszeugen“
Nachrichten Medien & TV Bayern verbietet Projekt „Zeitungszeugen“
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16:53 16.01.2009
Bayern will die sogenannten Reprints von Nazi-Zeitungen verbieten. Quelle: Clemens Bilan/ddp
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Es forderte die Initiatoren auf, entsprechende Unterlassungserklärungen abzugeben. Außerdem müssten bereits erschienene Exemplare eingezogen werden. Im Rahmen der Reihe „Zeitungszeugen“ werden derzeit vollständige Nachdrucke historischer Zeitungen veröffentlicht. Der auch im Fernsehen beworbenen ersten Ausgabe liegt ein Exemplar der von Josef Goebbels im Eher-Verlag herausgegebenen Zeitung „Der Angriff“ bei. Für weitere Ausgaben war unter anderem auch ein Nachdruck der Zeitung „Völkischer Beobachter“ geplant.

Nach Kriegsende ging das gesamte Vermögen inklusive der Lizenzrechte des Eher-Verlags auf den Freistaat Bayern über. Die entsprechende Zuständigkeit dafür obliegt dem Finanzministerium. Dieses betreibt seit Jahren eine restriktive Politik und untersagt Abdruckgenehmigungen im In- und Ausland. Dies geschehe zum einen aus Respekt vor den Opfern des Holocaust, zum anderen als Prävention, um die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts zu unterbinden, teilte das Ministerium mit.

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ddp