Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Bilder, die die Welt schockierten
Nachrichten Medien & TV Bilder, die die Welt schockierten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:41 02.09.2011
Rauch über Manhattan: Die brennenden Türme des World Trade Center am Mittag des 11. September 2001 in New York City. Quelle: dpa
Anzeige

Zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington erinnert ein umfangreiches Programm quer durch die Kanäle an das schicksalsträchtige „9/11“. Mit Dokumentationen, Reportagen, Interviews oder ganzen Thementagen bemühen sich ARD, ZDF, arte & Co. um einen detaillierten Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre, in denen der Krieg gegen den Terror das Leben vielerorts durcheinanderbrachte – und versprechen mit neuen Bildern, Tönen und Theorien auch für neue Erkenntnisse zu sorgen.

Das Erste macht am Sonntag, 4. September, den Anfang: Um 21.55 Uhr läuft „Die Falle 9/11 – Ein Tag, der die Welt veränderte“. Prominenter Autor der 90-minütigen Dokumentation ist Stefan Aust, ehemaliger „Spiegel“-Chefredakteur und Gründer von „Spiegel-TV“. Nach einem bild- und wortgewaltigen Einstieg – „ein Anschlag, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat“ – geht es Aust vor allem um das Dilemma, in das die USA und ihre Verbündeten seit den mörderischen Anschlägen geraten sind. Der rote Faden des Films ist die „Afghanistan-Falle“ oder auch die „moralische Falle“, in die Osama bin Laden die westlichen Demokratien mit dem 11. September gelockt hat. Untermauert wird Austs Theorie durch Interviews mit verantwortlichen Politikern und Beratern wie Altbundeskanzler Gerhard Schröder, dem früheren US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld oder dem ehemaligen CIA-Agenten Bruce Riedel.

Anzeige

Am darauffolgenden Montag, 5. September, zeigt die ARD um 22.45 Uhr die Dokumentation „Fischer, Schily: Mein 11. September – Als der Anschlag die deutsche Regierung traf“. In dem 45-minütigen Film berichtet der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily unter anderem über die Angst, dass seine Tochter Anna in New York Opfer der Anschläge geworden sein könnte.

Im ZDF steht die Nacht von Sonntag, 4. September, auf Montag, 5. September, ganz im Zeichen von „9/11“. Den Auftakt macht um 23.25 Uhr Guido Knopp in seiner Sendung „ZDF-History“: Gezeigt wird die 45-minütige Dokumentation „Das Drama von New York“, in der die Anschläge aus der Sicht betroffener Menschen geschildert werden. Im Anschluss um 0.15 Uhr geht das „nachtstudio“ der Frage nach: „10 Jahre nach 9/11 – Stehen wir vor einer neuen Weltordnung?“. In einer „Langen Nacht“ von 1.30 bis 3.45 Uhr wiederholt das ZDF dann drei Dokumentationen über den Terroranschlag: Um 1.30 Uhr geht es in „Der 11. September 2001 – Mythos und Wahrheit“ zunächst um Verschwörungstheorien und Spekulationen rund um das Attentat. Es folgt um 2.15 Uhr die Dokumentation „Der 11. September – Das Geheimnis des dritten Turmes“, und um 3 Uhr endet die „Lange Nacht“ mit der 45-minütigen Reportage „Amerika fünf Jahre nach dem Tag des Terrors“ von 2006.

Auf arte geht es am Dienstag, 6. September, im Themenabend „Unter Terrorverdacht“ um eine zunehmende Politik der Angst: Um 20.15 Uhr setzt sich die Dokumentation „Freiheit oder Sicherheit – der Anti-Terror-Kampf und seine Folgen“ mit den neuen Anti-Terror-Gesetzen auseinander. Im Anschluss um 21.30 Uhr thematisiert der Dokumentarfilm „Die Angst vor den Anderen – Der Fall Penzberg“ den präventiven Generalverdacht der Behörden gegenüber islamischen Organisationen. Am Sonnabend, 10. September, zeigt arte die 42-minütige Reportage „USA: Soldaten, die sich selbst töten“, in der es um die steigende Selbstmordrate unter US-Soldaten seit Beginn der Kriege im Irak und in Afghanistan geht.

Der eigentliche Jahrestag am Sonntag, 11. September, steht ganz im Zeichen der Stadt, die „durch den Angriff auf das World Trade Center für einen Moment in ihren Grundfesten erschüttert wurde“. Unter dem Motto „New York Forever“ sendet arte von 9.30 bis 1.10 Uhr mehrere Dokumentationen über Geschichte, Stadtteile und Menschen der Metropole.

RTL zeigt am Montag, 5. September, um 22.15 Uhr die Reportage „Der 11. September! Wie ein Tag unser Leben veränderte“ von Chefredakteur Peter Kloeppel, der für seine Berichterstattung über das Attentat einst mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet worden war. Nun spürt er 75 Minuten lang Menschen auf, deren Lebensläufe für immer mit „9/11“ verknüpft sind: Überlebende der Anschläge, Angehörige von Opfern oder deutsche Soldaten in Afghanistan. Kloeppel selbst ist „bis zum heutigen Tag fassungslos darüber, mit welcher Rücksichtslosigkeit und Brutalität die Terroranschläge verübt worden sind“.

Die längste Dokumentation über den 11. September läuft auf Vox: Am Sonnabend, 10. September, zeigt der Kölner Sender von 12 bis 24 Uhr die zwölfstündige Dokumentation „Ein Tag schreibt Geschichte – 11. September 2001“. Darin rekonstruieren „Spiegel-TV“-Autoren die Ereignisse des Tages unter anderem in einzelnen Stundenprotokollen. Und um 20.15 Uhr beleuchtet die 90-minütige BBC-Dokumentation „Eine Nation im Ausnahmezustand“ – ähnlich wie Guido Knopp im ZDF – die emotionalen Geschichten Betroffener.

Unsere Wochenendbeilage „der 7. tag“ beschäftigt sich heute ebenfalls mit dem 11. September und seinen Folgen.

Sophie Hilgenstock