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Medien & TV Cameron will britische Presseaufsicht nach Abhörskandal umbauen
Nachrichten Medien & TV Cameron will britische Presseaufsicht nach Abhörskandal umbauen
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11:11 08.07.2011
Nach dem Abhöhrskandal kommt Großbritannien nicht zur Ruhe. Ministerpräsident Cameron will jetzt die gesamte Presselandschaft umbauen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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London

Zugleich gestand der Regierungschef am Freitag schwere Fehler im Umgang mit der Affäre ein.

Der Skandal drehe sich keinesfalls nur um eine einzige Zeitung und einen Journalisten, sondern auch um die Polizei und die Politik, sagte Cameron in London. „Wir stecken alle mit drin - die Presse, die Politiker, die Chefs aller Parteien, ich selbst inbegriffen.“ Die Parteiführer seien so erpicht darauf gewesen, in der Gunst der Zeitungen zu stehen, das sie wissentlich ignoriert hätten, wie bei einigen Blättern gearbeitet worden sei.

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Cameron kündigte mehrere Untersuchungsausschüsse an. Möglichst bald werde er eine unabhängige Kommission einsetzen, die Vorschläge machen solle, wie die britische Presselandschaft in Zukunft reguliert werden könne. Das sei sehr schwierig, da die Pressefreiheit nicht eingeschränkt werden dürfe. „Freiheit der Presse heißt aber nicht, dass sie über dem Gesetz steht.“ Auch die Vorwürfe an die Polizei, Bestechungsgelder angenommen zu haben, werde auf den Grund gegangen.

Cameron sagte auch, die Entscheidung, den früheren „News of the World“-Chef Andy Coulson als seinen Kommunikationschef einzustellen, sei ein Fehler gewesen. Er übernehme dafür die volle Verantwortung.

dpa