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Medien & TV Caroline von Hannover verliert Paparazzi-Streit
Nachrichten Medien & TV Caroline von Hannover verliert Paparazzi-Streit
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19:48 07.02.2012
Von Wiebke Ramm
Öffentliche Personen: Caroline Prinzessin von Hannover. Quelle: dpa
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Straßburg

Der Abdruck eines Fotos aus dem Jahr 2002 in „Frau im Spiegel“ und „Frau Aktuell“, das beide beim Spaziergang in St. Moritz zeigt und von einem Text über die Erkrankung von Carolines 2005 verstorbenem Vater, Fürst Rainier von Monaco, begleitet wurde, verstoße nicht gegen die Menschenrechtskonvention, so die Richter.

Ernst August und Caroline hatten sich durch alle Instanzen geklagt. 2007 urteilte der Bundesgerichtshof, die Erkrankung des Fürsten sei von allgemeinem gesellschaftlichen Interesse. 2008 unterlagen beide auch vor dem Bundesverfassungsgericht. Nun landete der Rechtsstreit in Straßburg. 2004 hatten die dortigen Richter festgestellt, dass die deutsche Justiz das Privatleben der Prinzessin ungenügend achtete. Caroline hatte damals gegen Fotos geklagt, die sie beim Einkaufen und Reiten zeigten. Die Hoffnung auf eine Wiederholung wurde aber enttäuscht.

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Das Foto vom Spaziergang sei zu Recht im Zusammenhang mit dem Text über Fürst Rainier bewertet worden, entschied der Gerichtshof. Die deutschen Gerichte hätten sorgfältig zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und dem Recht auf Achtung des Privatlebens abgewogen. Ernst August und Caroline seien nun mal Personen des öffentlichen Lebens.

Erfolg für den Axel Springer Verlag: In einem zweiten Urteil ging es am Dienstag um einstweilige Verfügungen, mit denen die deutsche Justiz Berichte der „Bild“-Zeitung über die Festnahme eines Schauspielers wegen Kokainbesitzes eingeschränkt hatte. Die Richter sahen darin eine Verletzung des Rechts auf Meinungsfreiheit und gaben dem Verlag recht.