Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Catterfeld: "Jetzt ist Schluss mit Hübschsein"
Nachrichten Medien & TV Catterfeld: "Jetzt ist Schluss mit Hübschsein"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:49 06.10.2009
Yvonne Catterfeld ermittelt mit Richy Müller in „Schatten der Gerechtigkeit. Quelle: SAT.1

Schwimmen Sie sich mit „Schatten der Gerechtigkeit“ von der Sängerin oder der Soap-Darstellerin frei?
Von beidem ein bisschen. Die Rolle war für mich wie ein Geschenk, auf so etwas habe ich hingearbeitet.

Hat die geplatzte Rolle als Romy Schneider dabei geholfen?
Vielleicht, aber hinter Entscheidungen stehen immer Leute, die Verantwortung tragen, und für die ist Rummel weniger wichtig als das Vertrauen, das man den Job schafft. Im Nachhinein hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass man den Romy-Film an eine kleinere Glocke gehängt hätte.

Das klingt ein wenig enttäuscht.
Dafür schließe ich zu schnell und zu konsequent mit der Vergangenheit ab, wenn ich sehe, dass ich nichts mehr ändern kann.

Sie können sich Jessica Schwarz als Romy locker ansehen?
Ich hab gehört, dass er gut geworden ist. Natürlich gucke ich ihn mir an.

Dabei sind Sie Romy viel ähnlicher. War das damals wichtiger als Ihr Talent?
So eine bedeutsame Rolle bietet man doch niemandem an, nur weil die Optik stimmt. Nein, nein – ich habe Castings gemacht und dabei offenbar überzeugt, wobei Romys zweiter Mann Daniel Biasini und der französische Produzent ...

... Raymond Danon ...
der den letzten Film mit Romy gemacht hatte, sogar ausdrücklich meinten, die Ähnlichkeit sei eher hinderlich, weil man keine Kopie von etwas schaffen wolle, was einmalig ist.

Kann Schönheit auch eine Bürde sein?
Dann gab es die für Ingrid Bergman, Katherine Hepburn, Liz Taylor, Catherine Deneuve oder heute Penelope Cruz offenbar nicht. Erst wenn hinter der Schönheit kein Ausdruck steht und ins Klischeehafte mündet, stört es mich.

Durften Sie schon mal hässlich sein?
Nein, der Regisseur von „Schatten der Gerechtigkeit“ war der Erste, der mich anders besetzen wollte. Hans-Günther Bücking meinte gleich zu Beginn: So, jetzt ist Schluss mit Hübschsein! Er dachte auch, dass ich ständig drauf achte, wie Haar und Make-up sitzen, und glaubte, mir das erst mal austreiben zu müssen.

Musste er?
Auch ich bin natürlich eitel, aber für mich hat das keine Relevanz. Aber solange Hässlichkeit nichts mit dem Kern der Rolle zu tun hat wie bei Charlize Theron in „Monster“, muss man sich auch nicht zwanghaft Makel überstülpen.

Übergestülpt an Ihrer aktuellen Rolle wirkt hingegen, dass Sie nicht nur schön, sondern tough, klug, loyal und gerecht sind. Eine Polizistin wie im Märchen?
(lacht) Die Frage habe ich mir auch gestellt, aber wenn jemand so extrem gerecht ist wie sie, muss es eine Geschichte dahinter geben.

Die in „Schatten der Gerechtigkeit“ nur nicht erzählt wird.
Ja, schade. Aber so kann sich der Zuschauer seinen eigenen Reim drauf machen.

Interview: Jan Freitag

"Schatten der Gerechtigkeit", SAT.1, Dienstag, 20.15 Uhr

Nach einem Hacker-Angriff hat US-Softwaregigant Microsoft die E-Mail-Konten tausender Kunden seines E-Mail-Dienstes Hotmail gesperrt.

06.10.2009

Die Frauenzeitschrift „Brigitte“ verzichtet ab 2010 auf professionelle Models. Künftig sollen Studentinnen, Buchhändlerinnen, Köchinnen und Unternehmerinnen gezeigt werden - Frauen, die mitten im Leben stehen.

05.10.2009

Grundlegende Bildbearbeitung kostenlos im Netz

05.10.2009