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Medien & TV „Das Leben macht, was es will“
Nachrichten Medien & TV „Das Leben macht, was es will“
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20:00 26.09.2011
Der ARD-Zweiteiler „Der Mann mit dem Fagott“ erzählt die Familiengeschichte eines deutschen Superstars. Quelle: dpa
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Herr Jürgens, wenn man einen Film über die eigene Person sieht und die Vergangenheit darin so viel länger ist als die ausstehende Zukunft – kommt da Wehmut auf?

Natürlich. Aber ich sehe es auch als eine Art Adelsschlag, den Abriss des eigenen Daseins noch zu Lebzeiten sehen zu dürfen. Normalerweise werden solche Filme gedreht, wenn man die Kartoffeln schon von unten anschaut.

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Macht das den Film zum Abgesang, zu einer Art Requiem?

Höchstens eins mit garantierter Fortsetzung. Denn solange ich mich auf der Welt herumtreibe, ist meine Gegenwart ja doch noch längst nicht zu Ende. Ich plane Konzerte, ich gehe auf Tourneen, ich komponiere Lieder, erlebe die Zeit des Alterns als Phase großen geistigen Reichtums, bin also viel zu aktiv für einen Abgesang. Aber wenn Sie das Glück haben, so alt zu werden wie ich, werden Sie erleben, dass nicht alles daran ein Honigschlecken ist. Mein großer Kollege Blacky Fuchsberger hat völlig recht, wenn er sagt: Altwerden ist nichts für Feiglinge.

Sie sind da keiner?

Überhaupt nicht. Aber ich gebe zu, dass es immer wieder beklemmende Momente gibt wie jetzt gerade, wo wieder mal ein Mensch gestorben ist, den man über lange Zeit kennt, mit dem man befreundet war, der ein Teil deines Lebens war.

Das komplette Interview lesen Sie in der Dienstagausgabe der HAZ oder im E-Paper

„Der Mann mit dem Fagott“ ist am Donnerstag und Freitag jeweils um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen.

Ernst Corinth 25.09.2011
Medien & TV Chefredakteur der „Leipziger Volkszeitung“ - Hilder bei MDR-Intendantenwahl einziger Kandidat
25.09.2011