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Nachrichten Medien & TV Das erwartet Zuschauer im neuen Friesland-Krimi
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16:31 22.02.2017
Süher Özlügül (Sophie Dal r.) und Jens Jensen (Florian Lukas l.). Quelle: obs/ZDF/Guido Engels
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Berlin

So hat sich der neue Tourismusbeauftragte am Strand von Ostfriesland seinen Einstand nicht vorgestellt: Bei einem traditionellen Feuer wird zwischen den brennenden Holzstücken eine Leiche entdeckt. Es ist eine Frau. Die beiden Streifenpolizisten Jens Jensen (Florian Lukas) und Süher Özlügül (Sophie Dal) aus Leer haben einen neuen Fall. "Irrfeuer" - die vierte Episode der "Friesland"-Krimikomödie strahlt das ZDF an diesem Sonnabend (20.15 Uhr) aus.

Polizist Jens wird unruhig. Am Tatort findet seine Kollegin ein Fernglas. Genau so eines hat seine neue Flamme Klara (Katharina Wackernagel). Sie hält sich zurzeit in der ostfriesischen Natur auf und übernachtet in einem Wohn-Bauwagen. Sie zählt bedrohte Zugvögel, damit das Gebiet einmal Schutzstatus erhält.

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Jens atmet auf, als er Klara schließlich findet - sie lebt. Dann wird klar: Bei der Leiche handelt es sich um eine Bekannte von Klara.

Wer ist sofort am Tatort zur Spurensicherung? Wie üblich in dem Krimi ist es Pharmazeutin und viel lieber Hobby-Forensikerin Insa Scherzinger (Theresa Underberg). Kommissar Brockhorst (Felix Vörtler), widerwillig aus Wilhelmshaven angereist, nennt sie nur "die Apothekenkraft" und sagt zu ihr am Strand, als sie die Leiche inspiziert: "Sie wissen schon, dass Sie das nicht dürfen."

Was bedeuten die heidnischen Symbole?

Rund um die Tote liegen im Sand Steine mit heidnischen Symbolen. Der Bestatter, der zugleich das Heimatarchiv leitet, kennt sich damit aus. Die Steine wurden aus dem Archiv gestohlen. "Wir suchen einen Ritualmörder", sagt der Kommissar überzeugt. Als er in den Archivräumen nach Hinweisen sucht, stößt jemand ein Regal auf ihn. Eigentlich müsste er ins Krankenhaus, doch kann er Apothekerin Scherzinger dazu bewegen, ihn hier in der Kleinstadt Leer zu pflegen. Eine Hand wäscht die andere - dafür darf sie sich weiter als Hobby-Forensikerin einmischen.

Später bekommt er sogar Hasch-Kekse serviert. Frisch aus der versteckten Hanf-Plantage im Keller des Bestatters. Nach und nach kommen im Krimi-Verlauf Streitigkeiten ans Tageslicht: Die nun Tote unterstützte davor Naturschützer dabei, gegen ein Campingplatz-Projekt am Strand anzukämpfen. Das Gebiet gehörte ihrer Familie. Doch ihr Bruder wittert dagegen ein Geschäft.

In der vierten Folge ist auch Privates der beiden Streifenpolizisten und Protagonisten zu sehen. Beide sind jeweils frisch liiert, doch der Mordfall kommt den jungen Beziehungen in die Quere. Zu einer kleinen Tradition in der Krimikomödie haben sich die Friesenwitze von Kommissar Brockhorst entwickelt. Er blickt verächtlich auf den Landstrich. Und dann das: Er wird hierher versetzt. "Das ist das Ende", sagt der Kommissar.

Fünfter Krimi bereits terminiert

Der fünfte "Friesland"-Krimi mit dem Titel "Krabbenkrieg" folgt laut ZDF bereits im April. Es geht darin um einen Häftling, der nach verbüßter Strafe nach Leer zurückkehrt. Und das ZDF plant weiter mit dem Krimi. Die sechste Folge wird voraussichtlich in diesem Sommer gedreht. Apropos Tourismus: Der "Friesland"-Krimi bringt der Region um Leer nach Angaben der dortigen Tourismusbranche einen Gewinn. Die Klickzahlen steigen demnach auf Tourismus-Internetseiten während der Krimi noch im Fernsehen läuft.

dpa