Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Datenbanken im Internet erstellen
Nachrichten Medien & TV Datenbanken im Internet erstellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:22 27.10.2009
Anzeige

Bei der weltweiten Datenbank Wikipedia kommt eine freie Software namens Mediawiki im Zusammenspiel mit MySQL zum Einsatz – Serversoftware, die prinzipiell jedermann herunterladen und installieren kann; vorausgesetzt, er verfügt über angemieteten Serverplatz und die nötigen Grundkenntnisse. Doch auch ohne dieses Spezialwissen kann man selbst Datenbanken im Web anlegen. Und es ist möglich, diese Datenbanken mit einem eingrenzbaren Nutzerkreis zu teilen.

Google hat beispielsweise das Projekt „Text und Tabellen“ gestartet: Hier kann sich jedermann eine eigene Tabelle anlegen. Im Ansatz erinnert solch eine Tabelle an das Programm Excel von Microsoft – mit dem Unterschied, dass die Tabelle komplett im Web abgespeichert ist. Über die googleeigene Einladungsfunktion kann man anschließend seine Bekannten dazu einladen, an dem Dokument mitzuarbeiten. Wer will, kann solch ein Dokument sogar komplett freigeben – und muss dann allerdings damit leben, dass manche Veränderung an dem Dokument ungewünscht ist.

Anzeige

Über eine Protokollfunktion wird es möglich, jegliche Änderung rückgängig zu machen. Und man kann aus dem Google-Dokument ein Eingabeformular generieren, das man dann beispielsweise in sein Weblog integriert. Wie das im Alltag aussieht, hat ein Lehrer vorgemacht: Er berichtet von einem Umfrageformular, das er seinen Schülern anbietet, um anonym die Qualität des Unterrichts zu bewerten.

Kaum anders funktioniert die Wikipedia, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, ein möglichst seriöses Stichwortverzeichnis herzustellen, dessen Stichwörter miteinander vernetzt sind. An dieser Wiki-Software kann jedermann mitmachen, Beiträge anderer überarbeiten, erweitern oder auch löschen. Besonders engagierte Wiki-Teilnehmer verfolgen jede neue Änderung an den Hunderttausenden von Dokumenten und machen offensichtliche Fehler anderer oder eingebaute Werbung wieder rückgängig.

So ist über die Jahre eine einzigartige Wissenssammlung in mehreren Dutzend Sprachen entstanden. Frei von Fehlern ist die Wikipedia nicht. Es gilt, vorsichtig zu sein bei der Verwendung der Wikipedia als Quelle – und es hilft, sich in der Versionshistorie die Überarbeitungen anzusehen und eine zweite Quelle für dort hinterlegte Informationen zu suchen.

von Marcus Schwarze, Ernst Corinth und Dirk Kirchberg