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Medien & TV Deutsche Ausgabe der „Vanity Fair“ wird eingestellt
Nachrichten Medien & TV Deutsche Ausgabe der „Vanity Fair“ wird eingestellt
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12:28 18.02.2009
Großer Anspruch, wenig Wirkung: Vanity Fair Deutschland wird eingestellt. Quelle: Clemens Bilan/ddp
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Das kündigte der Chairman Condé Nast International, Jonathan Newhouse, am Mittwoch an. Newhouse gab wirtschaftliche Gründe für den Schritt an. „Vanity Fair“ erschien wöchentlich.

Newhouse räumte ein, er habe erst vor elf Wochen öffentlich verkündet, dass die „Vanity Fair“ trotz Schwierigkeiten weiter erscheinen werde. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise sähen sich Medieneigner wie die US-Muttergesellschaft von Condé Nast Germany nun jedoch schwerwiegenden geschäftlichen Herausforderungen gegenüber, die vor kurzer Zeit noch nicht vorhersehbar gewesen seien. In einem normalen wirtschaftlichen Klima wäre die Zeitschrift weiterhin erschienen. In der derzeitigen düsteren Lage sei dies jedoch unmöglich. Die deutsche „Vanity Fair“ sei eine „herausragende Publikation“ gewesen, betonte Newhouse.

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Die deutsche „Vanity Fair“ war Anfang 2007 gestartet. Chefredakteur war zunächst Ulf Poschardt gewesen, der den Posten nach nicht einmal einem Jahr abgegeben hatte und stellvertretender Chefredakteur der „Welt am Sonntag“ geworden war. Im Frühjahr 2008 wurde Nikolaus Albrecht offiziell neuer Chefredakteur. Ende Januar hatte der Verlag mitgeteilt, dass Albrecht seinen Posten zum Jahresende aufgebe und künftig als US-Korrespondent für die deutschen Ausgaben von „Vogue“ und „Vanity Fair“ tätig sein werde. Newhouse hatte seinerzeit betont, unter Albrechts Leitung sei die Auflage auf ein Niveau von 200 000 gestiegen.

Anfang Dezember 2008 war bekannt gegegeben worden, dass der Vice President Condé Nast International und Herausgeber des deutschen Verlages, Bernd Runge, zum Jahresende auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet.

ddp