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Medien & TV „Die Höhle der Löwen“: Flaschennahrung und moderne Mottenkugeln
Nachrichten Medien & TV „Die Höhle der Löwen“: Flaschennahrung und moderne Mottenkugeln
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22:56 13.11.2018
Ralf Ecks stellt in der „Höhle der Löwen“ seine modernen Mottenkugeln vor Quelle: MG RTL D / Frank W. Hempel
Köln

Bei den Löwen ist in der elften Folge der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ Gesundheitsbewusstsein angezeigt. Da zählt ein Maschmeyer plötzlich den Zuckergehalt in der Salat-Soße und Ralf Dümmel – obwohl selbsternannter Sportmuffel – macht Trocken-Schwimmübung. Auch sind die Löwen skeptisch – in dieser Woche lassen sie sich nicht so schnell überzeugen. Nur ein paar Gründer gehen mit Deals nach Hause.

Hunde-Spazier-App: „Walkie“ aus Frankfurt

Lisa Jedlicki und Anna-Alexia Hoffmann hoffen auf ein Investment in Höhe von 300.000 Euro, das die beiden einsetzen wollen, um ihre „Walkie App” weiter zu verbreiten. Über die Gassie-Geh-App können unkompliziert Hundesitter gefunden und direkt gebucht werden. Per GPS sollen die Hundebesitzer den Spaziergang tracken können und sogar nachvollziehen, ob der Hund auch sein Geschäft erledigt hat.

Nach der Vorstellung will Investor Frank Thelen Zahlen hören: 6000 Downloads, 500 aktive User – doch die Zahlen werden immer kleiner: Fünf Spaziergänge werden pro Tag über die App organisiert.

Für Anna-Alexia Hoffmann (l.) und Lisa Jedlicki von "Walkie App" lief es nicht gut. Quelle: MG RTL D / Frank W. Hempel

„Die Zahlen sind nicht der Grund, warum einer von Ihnen investieren wird“, versucht eine der Gründerinnen noch die Skepsis wegzuwischen. Für die Löwen war aber auch die Firmenbewertung zu hoch – 1,5 Millionen Euro. Selbst Hundeliebhaberin Dagmar Wöhrl wird von der Summe abgeschreckt.

Edel-Mottenkugeln: Mit „Caps Air“ gegen Ungeziefer im Schrank

Ralph Ecks (47) erzählt die emotionale Geschichte von seinem liebsten Kaschmirpulli, den er sich nach dem Tod seines Vaters aus hart erspartem Geld gekauft hat. „Ich hegte und pflegte diesen Pulli“, sagt Ecks, „und deswegen ist er im Schrank verschwunden“. Als er ihn dann doch einmal angezogen hat, war er voller Motten-Löcher.

Die Gründer nicken. Zerfressene Kaschmir-Pullis kennen sie wohl. Die Duftkapseln „Caps Air“ gibt es in fünf Varianten. eingebaut in edle Holzkleiderbügel sollen die Damen und Herren künftig von den Mottenplagen fernhalten. Als Extra-Schmankerl hat Ecks für die fünf Löwen personalisierte Kleiderbügel mitgebracht.

„Vanille Apfel riecht mega“, freut sich Ralf Dümmel. „Das benötigt jeder Haushalt”, ist der Hamburger überzeugt. Um auf dem Massenmarkt erfolgreich zu sein benötigt Ralph Ecks 200.000 Euro und bietet den Löwen dafür 20 Prozent seiner Firmenanteile an. Der Haken für Zahlenmensch Thelen: Die Duftkapsel-Bügel sind zehnmal so teuer wie gewöhnliche Kleiderbügel – 30 Euro für eine Kapsel.

Am Ende kommt ein Dümmel-Deal zustande. Für 200.000 kauft der Investor 30 Prozent der Firmenanteile.

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Flaschennahrung: YFood aus München

Vor der Gründung von „YFood” waren Benjamin Kremer (28) und Noel Bollmann (25) in der Finanzbranche tätig und ihr stressiger Arbeitsalltag sorgte für ungesunde Ernährungsgewohnheiten, die für Noel sogar im Krankenhaus endeten. „Deswegen haben wir ‚YFood’ entwickelt. Ein Getränk, das eine komplette Mahlzeit gesund und schnell ersetzt”, so der Gründer. Mit einem Drink sollen 25 Prozent des Tagesbedarfs aller essenziellen Nährwerte abgedeckt werden, behaupten die beiden.

Noel Bollmann (l.) und Benjamin Kremer präsentieren mit "YFood" Flüssignahrung die alles enthalten soll was der menschliche Körper benötigt. Quelle: MG RTL D / Frank W. Hempel

Doch der Löwen-Geschmackstest entscheidet wie immer über die Zukunft des Produkts. Maschmeyer mag es nicht, Thelen und Kofler erinnert der Geschmack an ein Likör ohne Alkohol. Dümmel hätte gerne mehr und kriegt eine ganze Flasche. Die Gründer wollen ihren stationären Vertrieb ausbereiten und haben fest Tankstellen im Blick. Und 35.000 Euro Gewinn haben die beiden Finanzexperten in der ersten fünf Monaten erwirtschaftet.

Thelen bietet den Gründern 200.000 Euro für 20 Prozent. Wöhlr und Dümmel machen ein gemeinsames Angebot: 25 Prozent Firmenanteile würden den beiden Löwen gut schmecken. Die jungen Gründer im Firmenkapuzenpulli ziehen sich zur Besprechung zurück. Trotz der Charme-Offensive von Wöhrl und Dümmel entscheiden sie sich für Frank Thelen, ihr Wunschlöwe. Männliches Schulterklopfen.

Schwimmhilfe: Poolathlete / Painttablet aus Simbach am Inn

Monika Steidl und Markus Kubitschek sind seit zwölf Jahren ein Paar und sprudeln förmlich vor Ideen, die sie in geteilter Arbeit umsetzen: Markus ist der Tüftler und Bastler im Team, Monika ist Inhaberin der Pooltrainer GmbH und kümmert sich um die Zahlen. Den Löwen stellen sie nicht nur eine, sondern gleich zwei Erfindungen vor. Der „Poolathlete” ermöglicht das Schwimmen auch in kleinen Pools und das ohne Gegenstromanlage. „Ich hab mal Seepferdchen gehabt“, sagt er. „Ich bin von Hause aus unsportlich“, witzelt Dümmel und macht sich vor den anderen Löwen ein wenig zum Affen.

Monika Steidl und Markus Kubitschek aus Simbach am Inn stellen ihren "Poolathlete" vor Quelle: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Als zweites Produkt präsentieren sie das „Painttablet” – ein multifunktionales Board für die Malerarbeiten. Lästiges Abkleben soll damit der Vergangenheit angehören, ein zusätzlicher Spritzschutz wird nicht mehr benötigt und die Konstruktion vereinfacht das Ausbessern von Wänden, Decken und das Ansetzen an Sockelleisten, so die Gründer. Das Löwen-Interesse für die Produkte hält sich in Grenzen, die Gründer fahren ohne Deal nach Hause.

Kinesiologie mit Wirkstoffen: Aktimed aus Heidelberg

Mehr als 13 Jahre hat Sabine Kroker ihre eigene Physiotherapiepraxis geführt. Vor den Investoren erzählt sie von ihrer Arbeit. Schließlich haben die eigenen Patienten die Gründerin auf ihre Idee gebracht: Tape-Bänder mit integrierter Creme.

Nach zehn Jahren Arbeit präsentiert sie gemeinsam mit ihrem Mann ihre Hauptprodukte „Tape plus” und den Zinkleimverband „Wrap plus” mit integrierten pflanzlichen Wirkstoffen. „Diese Wirkstoffkombination ist in den Kleber beim Tape eingearbeitet und beim Zinkleimverband in die Paste. Damit kann es direkt an der geschädigten Struktur wirken”, erklärt Jens Kroker.

Sabine Kroker-Hohmann und Jens Kroker konnten mit "Aktimed" überzeugen Quelle: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Jetzt benötigt das Gründer-Ehepaar Kroker Hilfe bei den Themen Vermarktung und Vertrieb. 2010 wurde die Firma gegründet und erwirtschaftete seitdem 100.000 Euro Umsatz. Für Frank Thelen kein Investment-Case. „Als Gesamtmarkt echt eine kleine Nische. Aus dem Grund steige ich aus“, sagt Thelen. Jens Kroker kämpft weiter: „Halt, Stop. Wir müssen über die Wachstumsraten sprechen: 45 Prozent.“ Für die nächsten Jahren würde noch einmal Wachstumsraten von 15 Prozent vorausgesagt. Die Augen der Löwen leuchten. Sie bieten 150.000 Euro für zehn Prozent Firmenanteile.

Dümmel und Maschmeyer tuscheln in den dunklen Ecken des Studios. „Die kommen sicherlich wieder, die sind hier fest angestellt“, beruhigt Thelen. „Frau Physio und Herr Finanz. Patent super, Krankenkasse erstattet. Der Name ist der Hammer“, sagt Maschmeyer aufrichtig begeistert. Gemeinsam mit Ralf Dümmel unterbreitet er ein Kombi-Angebot: Die beiden wollen 25 Prozent der Firma für 150.000 Euro. Ein einfaches: „Okay“ von Sabine Kroker macht den Deal perfekt.

Die zwei lustigen Mönche: Klostervogt aus Dargun

Es wird geistlich in der „Höhle der Löwen”: Um ihre Produkte besonders authentisch zu vermarkten, treten die Gründer von „Klostervogt” Jürgen Hartwig (63) und „Bruder” Wolfgang Streblow (64) als Mönche auf und stellen ihr Produkt vor. Dabei handelt es sich um eine mit Wein verfeinerte Essig-Soße. „Wir haben ein neues Produkt entwickelt, was sich der heutigen Zeit anpasst”, so Jürgen Hartwig.

Wolfgang Streblow (l.) und Jürgen Hartwig verkaufen einen mit Wein verfeinerten Apfelessig. Quelle: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Die beiden lustigen Mönche bieten zwei Sorten an: der Apfelessig mit Weißwein und einmal mit Rotwein verfeinert. „Das schmeckt ja wie Likör“, findet Dümmel. Plötzlich ein kleiner Schock: In dem gesunden Essig-Sößchen sind 40 Prozent Zucker, nichts für den gesundheitsbewussten Thelen.

In ihrem eigenen Laden konnten die beiden Klosterbrüder in einem Jahr knapp 6000 Flaschen verkaufen Die Soße kann die Löwen allerdings nicht überzeugen. Maschmeyer schmeckt’s nicht, Thelen versteht nichts. Als überraschend noch die Herstellerin ins Spiel kommt – ihr gehören 49 Prozent der Firma, steigen auch die übrigen Löwen aus.

Von Geraldine Oetken / RND

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