Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Doppelmoppel im Li-La-Land
Nachrichten Medien & TV Doppelmoppel im Li-La-Land
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:20 15.12.2008
Tortenbäckerei im Li-La-Land
Anzeige

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Betriebsprogramm erkennt, dass eine gerade installierte Software ein Spiel ist. Bei älteren Anwendungen hat Vista damit so seine Probleme.

In einem solchen Fall muss der Benutzer Vista auf die Sprünge helfen: Öffnen Sie den Spieleexplorer (über das Startmenü und den Eintrag „Spiele“), und suchen Sie im Startmenü unter „Alle Programme“ nach dem neu installierten Spiel. Dann müssen Sie nur noch das Programmsymbol finden, mit dem das Spiel aufgerufen wird. Ziehen Sie das Symbol mit gedrückter Maustaste in den Spieleexplorer, der Eintrag wird kopiert.

Alte Bekannte, nagelneue Vista-Spiele

Zu Beginn enthält der Ordner nur die Spiele, die standardmäßig mit Vista installiert werden. Darunter befinden sich einige bereits von den Vista-Vorgängern bekannte Spiele wie „Minesweeper“ und „Solitär“. Diesen Veteranen der Spaßkultur à la Microsoft wurde jedoch eine Frischzellenkur verpasst: Die Grafik wurde aufgepeppt, Ton- und Animationseffekte wurden hinzugefügt. Zu den neu hinzugekommenen Spielen gehört auch ein Schachspiel. Das kommt mit einer gefälligen 3-D-Grafik daher – und mit nervigen Toneffekten, die sich allerdings in den Optionen abschalten lassen. (Klicken Sie auf Spiel > Optionen, und entfernen Sie dann das Häkchen vor „Sounds wiedergeben“.)

Auch neu ist das Spiel „Inkball“. Bunte Bälle müssen in Löcher mit entsprechender Farbe bugsiert werden. Gesteuert werden die Bälle, indem mit einem virtuellen Füller Linien gezeichnet werden, an denen die Bälle abprallen. Wer einen Ball in einem Loch mit der falschen Farbe versenkt, verliert.

Etwas anspruchsvoller ist das Spiel „Mahjong-Giganten“, eine Version des beliebten chinesischen Brettspiels. Die Regeln sind einfach: Sie müssen Spielsteine suchen, die mit den gleichen Symbolen und Buchstaben beziehungsweise Zahlen versehen sind. Klicken Sie die Steine nacheinander an, dann verschwinden sie. Damit das auch klappt, müssen die Spielsteine frei liegen, sie dürfen also nicht zwischen anderen eingemauert sein. Eine genaue Anleitung erhalten Sie, wenn Sie während des Spiels die F1-Taste drücken.

Ebenfalls neu ist das „Li-La-Land“, eine quietschbunte kleine Spielesammlung für sehr junge Computerbenutzer. Sie können ihr Glück bei einer leichten Memory-Variante namens „Doppelmoppel“ versuchen, in einer Tortenbäckerei aushelfen und den knuffigen Bewohnern des Li-La-Landes neue Gesichter verpassen. Wie die Spiele genau funktionieren, erklären die Li-La-Landsleute bei jeder neuen Partie.

Anzeige

Spieleexplorer: Erweiterte Funktionen

Der Spieleexplorer soll aber nicht nur eine zentrale Anlaufstelle bieten, von der aus alle Zeitvertreiber bequem angesteuert werden können. Microsoft hat dem Ordner auch zusätzliche Funktionen gegönnt. Bei aktuellen Spielen zeigt Vista an, ob der Rechner fit genug ist, das Programm ohne Probleme auszuführen. Vista bewertet die Leistung des Systems und vergibt dafür eine Gesamtnote. Anders als in der Schule sollte die Note allerdings so hoch wie möglich sein: Eine Sechs ist also besser als eine Eins.

Das Spiel „Hearts“ verlangt zum Beispiel eine bescheidene Systemleistung von mindestens 1,0. Um in den vollen Spielgenuss zu kommen, sollte der Rechner eine Wertung von wenigstens 2,0 erhalten haben. Der Benutzer kann also auf den ersten Blick erkennen, ob sein System für das gewünschte Spiel überhaupt fit genug ist.

Im Idealfall werden die entsprechenden Informationen im Spieleexplorer auf der rechten Seite angezeigt, sobald Sie eines der Spiele mit einem Mausklick markiert haben. Sie sehen dort dann eine vergrößerte Darstellung des Programmsymbols. Darunter werden die empfohlene und die minimale Systemleistung angezeigt sowie die aktuelle Höchstleistung, die Ihr Computer erbringen kann.

Neben den Leistungsinformationen verrät Vista auch gleich noch, ab welchem Alter die Spiele freigegeben sind. Es richtet sich dabei nach den Angaben der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). „Hearts“ zum Beispiel unterliegt keinerlei Einschränkungen und ist für jedes Alter freigegeben. Die meisten Ego-Shooter („Killerspiele“) sind indes erst ab 18 Jahren freigegeben. Über die Jugendschutzeinstellungen kann nun festgelegt werden, welche Benutzer des Computers welche Spiele aufrufen dürfen. Ist der Jugendschutz entsprechend eingerichtet, werden ungeeignete Spiele automatisch ausgeblendet und tauchen im Spieleexplorer gar nicht erst auf, Vista blockiert den Zugriff.

Aber Vorsicht: Bei einigen älteren Spielen werden keine Leistungsinformationen und Altersempfehlungen angezeigt. Einige dieser Programme werden in den Jugendschutzeinstellungen auch nicht als Spiel erkannt. Diese Spiele werden folglich auch nicht automatisch ausgeblendet, wenn für ein Benutzerkonto entsprechende Alterseinstellungen vorgegeben wurden. Sie können aber manuell gesperrt werden, denn Vista ermöglicht es, für jeden Benutzer strikt festzulegen, auf welche Programme er zugreifen darf. Überdies können Eltern festlegen, zu welchen Zeiten der Nachwuchs den Computer nutzen darf – und wie lange.

von Michael Pohl, Sascha Aust und Marcus Schwarze

15.12.2008