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20:31 10.05.2014
Vertreten Deutschland: Elaiza.
Vertreten Deutschland: Elaiza. Quelle: dpa
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Kopenhagen

Trash, treue Fans, Pop, Party und auch Politik: Europas verbindendstes TV-Event steigt heute Abend - das Finale des Eurovision Song Contest (im Live-Ticker auf HAZ.de). In diesem Jahr geht der Musikwettbewerb zum 59. Mal über die Bühne - in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen. Was es dieses Jahr zum ESC – früher meist Grand Prix Eurovision de la Chanson genannt – zu wissen gibt.

Wer macht mit?

Dieses Jahr sind 37 Staaten dabei, von denen 26 im Finale übrig sind. Während Dauerabstinenzler wie Luxemburg hartnäckig fernbleiben, reisten dieses Jahr immerhin wieder Kandidaten zum Beispiel aus Polen und Portugal an, wegen Geldmangels haben aber Bulgarien, Serbien oder auch Zypern ihre Teilnahme ausgesetzt.

In welcher Reihenfolge starten die Teilnehmer?

1

Ukraine

Maria Yaremchuk

"Tick Tock"

2

Weißrussland

Teo

"Cheesecake"

3

Aserbaidschan

Dilara Kazimova

"Start A Fire"

4

Island

Pollapönk

"No Prejudice"

5

Norwegen

Carl Espen

"Silent Storm"

6

Rumänien

Paula Seling & Ovi

"Miracle"

7

Armenien

Aram Mp3

"Not Alone"

8

Montenegro

Sergej Ćetković

"Moj Svijet"

9

Polen

Donatan & Cleo

"Slavic Girls"

10

Griechenland

Freaky Fortune feat. Risky Kidd

"Rise Up"

11

Österreich

Conchita Wurst

"Rise Like A Phoenix"

12

Deutschland

Elaiza

"Is It Right"

13

Schweden

Sanna Nielsen

"Undo"

14

Frankreich

Twin Twin

"Moustache"

15

Russland

The Tolmachevy Sisters

"Shine"

16

Italien

Emma Marrone

"La Mia Cittá"

17

Slowenien

Tinkara Kovač

"Spet (Round and Round)"

18

Finnland

Softengine

"Something Better"

19

Spanien

Ruth Lorenzo

"Dancing In The Rain"

20

Schweiz

Sebalter

"Hunter Of Stars"

21

Ungarn

András Kállay-Saunders

"Running"

22

Malta

Firelight

"Coming Home"

23

Dänemark

Basim

"Cliché Love Song"

24

Niederlande

The Common Linnets

"Calm After The Storm"

25

San Marino

Valentina Monetta

"Maybe"

26

Großbritannien

Molly Smitten-Downes

"Children Of The Universe"

Wer ist Favorit?

Favorit in diesem Jahr ist schon wieder Schweden – wie schon 2012. Der ESC läuft womöglich Gefahr, zur Skandinavien-Show zu werden. Chancen auf Plätze ganz vorn haben auch Österreich, die Niederlande, Großbritannien, Ungarn, die Ukraine und Armenien. Und natürlich gilt: Der ESC ist immer für eine Überraschung gut. Und die könnte die österreichische Dragqueen mit Vollbart namens Conchita Wurst werden, die einen James-Bond-Film-artigen Song („Rise Like A Phoenix“) singt.

Ob besonders wild, verrückt oder bunt - eins haben die Finalisten des Eurovision Song Contests 2014 gemeinsam: Sie sind gute Sänger und wollen den Sieg. Doch wer könnte gute Chancen haben, wer versagen und wer sich als Überraschung entpuppen?

Was kann Deutschland erwarten?

Schwer zu sagen: Laut einer YouGov-Umfrage gehen nur zwei Prozent der Menschen in Deutschland von einem Sieg aus, 46 Prozent erwarten eine Top-Ten-Platzierung, 48 Prozent keinen Platz unter den ersten Zehn, vier Prozent den letzten Platz.

Und was macht Ralph Siegel?

Beim Zwergstaat San Marino ist das deutsche Grand-Prix-Urgestein Ralph Siegel („Ein bisschen Frieden“) als Komponist mit von der Partie. Valentina Monetta singt sein Lied „Maybe“.

Wer moderiert?

Mit Pilou Asbæk hat sich Danmarks Radio einen recht bekannten Schauspieler („Borgen - Gefährliche Seilschaften“) als Gastgeber gesichert. Gemeinsam mit den DR-Moderatoren Nikolaj Koppel und Lise Rønne führt er lässig durch die Show. Fürs deutsche Publikum kommentiert wieder Peter Urban mit sanfter Stimme.

Wie ist die Bühne?

Die High-Tech-Bühne in einer früheren Werfthalle wartet mit Wow-Effekt auf: Millionen Dioden und mehr als 1000 Quadratmeter LED-Bildschirme lassen für jeden Finalisten eine andere Kulisse entstehen.

Wer sorgte vorab für Schlagzeilen?

Als zickig gerierte sich Mit-Favorit Aram MP3 aus Armenien, der mit den Worten zitiert wurde, er finde Conchita Wurst „nicht normal“, man könne Wurst hoffentlich helfen, „sich zu entscheiden, ob sie eine Frau oder ein Mann ist“. Er entschuldigte sich später halbherzig dafür und sagte, man habe ihn falsch übersetzt. Conchita Wurst, hinter der eigentlich der in Wien lebende Tom Neuwirth (25) steckt, nahm’s gelassen, hatte er doch auch schon gehässige Kommentare im Internet oder aus dem undemokratischen Weißrussland ertragen müssen. Als Conchita Wurst will Neuwirth für Toleranz werben (Motto: Es ist „wurst“, wie du aussiehst und woher du kommst, nur der Mensch zählt).

Wie politisch ist der ESC dieses Jahr?

Gastgeber Dänemark ist als weltoffenes Land bekannt, doch der Ukraine-Konflikt wirft einen Schatten auf das fröhliche Spektakel. Im ersten Halbfinale gab es Buhrufe, als klar war, dass Russlands Zwillinge Tolmatschewy Sisters im Finale dabei sind. Außerdem: Die Bewohner der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim stimmen laut NDR telefon- und internettechnisch mit der Ukraine ab. Geht die höchste Punktzahl aus der Ukraine an Russland?

Wer sitzt in der deutschen Jury?

Die deutsche Jury, deren Votum zur Hälfte in die Punktewertung der Bundesrepublik einfließt, besteht in diesem Jahr aus dem Berliner Rapper Sido, dem Musiker Andreas Bourani („Nur in meinem Kopf“), der Songwriterin Madeline Juno, Jennifer Weist von der Rock-Band Jennifer Rostock sowie Talentscout Konrad Sommermeyer. Germany’s Points wird übrigens Schlagerstar Helene Fischer live von der Reeperbahn in Hamburg (wo der ESC-zuständige NDR sitzt) bekanntgeben.

Wann steht der Sieger fest?

Viele ESC-Fans lieben die kultig-aufwendige Punktewertung mit Live-Schalten in alle Teilnehmerländer. Die geht ab etwa 23.30 Uhr über die Bühne. Der Sieger dürfte kurz nach Mitternacht feststehen. Ende der Live-Show ist gegen 0.15 Uhr.

dpa/frs/gri

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