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Nachrichten Medien & TV Wie viel Wunstorf steckt im „Tatort“?
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02:15 25.11.2015
Der Wunstorfer Tafel stattete Schauspielerin Maria Furtwängler (Mitte) in einer Drehpause einen Besuch ab.  Quelle: Tugendheim
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Was wurde in Wunstorf gedreht?

Die Handlung spielte hauptsächlich auf dem Fliegerhorst in Wunstorf. Allerdings wurde nur an einem der 23 Drehtage direkt vor Ort gedreht, weil die Militäreinrichtung gerade umgebaut wird. Die anderen Aufnahmen des Fliegerhorstes entstanden auf dem Militärflugplatz Hohn bei Rendsburg in Schleswig-Holstein. Außerdem reiste die Crew nach Sardinien. Kenner der Region wurden dennoch nicht enttäuscht, denn auch außerhalb des Militärgeländes in Wunstorf entstanden einige Aufnahmen. Anders als in vorangegangenen „Tatort“-Folgen ermittelte Lindholm allerdings nicht in Hannover.

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Was war zu sehen?
In der gestrigen Folge eilte die Kommissarin durch die riesigen Flughallen, und die eine oder andere Maschine fegte über ihren Kopf hinweg. Ins Auge fiel besonders der gewaltige Airbus A440 M, ein Transportflugzeug, das sowohl in seiner Außen- als auch seiner Innenansicht zum Einsatz kam. Die Bilder entstanden im Simulator, verrät Produzentin Dagmar Rosenbauer. Im fliegenden Flugzeug zu drehen wäre viel zu teuer gewesen. Die Flugstunde kostet rund 17 000 Euro – bei einem Budget von 1,2 Millionen Euro pro „Tatort“-Folge zu viel, wie die Produktionsfirma entschied. Zudem durfte der A400 M in Wunstorf ohnehin im Sommer nicht fliegen – Grund war der Absturz eines Flugzeugs des Typs Anfang Mai in Spanien.

Wie viele Menschen waren am Set?
Neben den 80 Mitarbeitern der Filmcrew kamen in Wunstorf auch bis zu 40 Bundeswehrsoldaten als Komparsen zum Einsatz. Gestern waren sie in kleinen Rollen, häufig nur für wenige Minuten, im „Tatort“ zu sehen.

Kamera ab: Maria Furtwängler ermittelte als Kommissarin Lindholm für einen neuen "Tatort" auf dem Fliegerhorst Wunstorf.

Wie funktionierte das Zusammenspiel aus Filmcrew und Soldaten?
Man sei „unfassbar nett aufgenommen worden“, sagte Hauptdarstellerin Maria Furtwängler bei den Dreharbeiten im Juni. Aber: „Filmcrews sind chaotisch. Um 13.30 Uhr ist Essenszeit verabredet, und um 15 Uhr sitzt immer noch keiner. Das ist man hier nicht gewohnt.“

Hat der Filmdreh bei der Bundeswehr Steuergeld gekostet?
Nein, die Produktionsfirma Cinecentrum musste alles bezahlen. Miete für die Halle, Strom, Wasser und Stundensätze der Soldaten, die als Komparsen mitspielen.

Hat man in Wunstorf sonst etwas von der Anwesenheit der Filmleute bemerkt?
Ja, zum Beispiel bei der Wunstorfer Tafel. Ihr stattete Furtwängler in einer Drehpause einen Besuch ab und versprach sogar, einen Mitgliedsantrag auszufüllen. „Ein superspannendes Konzept“, befand Furtwängler am Ende ihres kurzes Besuches, und: „Wirklich toll, was hier gemacht wird.“

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