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Medien & TV CDU-Politiker will mehr Schlager im Radio hören
Nachrichten Medien & TV CDU-Politiker will mehr Schlager im Radio hören
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17:15 17.02.2015
Muss nicht sein: ein Helene-Fischer-Paragraf fürs Radio. Quelle: dpa (Archiv)
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Berlin

Kein Helene-Fischer-Paragraf: Neue Forderungen nach einer festen Quote für deutsche Songs im Hörfunk stoßen bei öffentlich-rechtlichen Radios und Privatsendern auf Unverständnis. Der Chef der Jungen Union (JU) Mecklenburg-Vorpommern, Franz-Robert Liskow, hatte in der „Bild“-Zeitung (Dienstag) einen Anteil von mindestens 35 Prozent für deutschen Schlager ins Gespräch gebracht.

Momentan seien nur etwa zehn Prozent der Top 100 auf Deutsch. „Durch Helene Fischer hat der Schlager ein frisches Image bekommen. Der NDR glaubt noch immer, junge Leute wollen nur internationale Popmusik hören. Die sollen mal in Helenes Konzerte gehen.“ Die Landesregierung in Schwerin solle eine „freiwillige Selbstverpflichtung“ beim Rundfunkrat für die Sender durchsetzen, forderte Liskow. Erst solle dies landesweit, dann aber auch auf Bundesebene geschehen, sagte der Politiker. Die Junge Union ist die Nachwuchsorganisation der CDU.

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Rundfunk zeigt sich irritiert

Die ARD betonte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, es herrsche „kein Handlungsbedarf, den Anteil deutschsprachiger Musik in den Radioprogrammen der ARD zu erhöhen oder per Quote festzuschreiben. Deutschsprachige Musik wird in den Radioprogrammen der ARD vielfältig abgebildet.“ Medienforscher ermittelten für die Sender durch Befragungen der Hörerinnen und Hörer deren musikalische Vorlieben. Durchschnittlich 40 Millionen Zuhörer seien ein Hinweis darauf, dass diese Vorgehensweise richtig sei.

Auch der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) zeigte sich irritiert: „Die privaten Radios spielen die Musik, die ihre Hörer hören wollen und schließen dabei keine Sprache aus“, sagte der Vorsitzende des VPRT-Fachbereichs Radio und Audiodienste, Klaus Schunk. Der Privatsender-Verband lehne „Eingriffe in die Programmfreiheit über Quoten oder sonstige Vorgaben“ daher ab. „Erfolg zu "quotieren", ist nicht die Aufgabe der Politik.“

dpa

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