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Medien & TV Gericht verbietet Tagesschau-App von 2011
Nachrichten Medien & TV Gericht verbietet Tagesschau-App von 2011
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15:14 27.09.2012
Das Landgericht Köln hat den Zeitungsverlegern Recht gegeben und verbietet die Tagesschau-App. Quelle: dpa
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Köln

Das Urteil bezieht sich jedoch nur auf die App dieses einen Tages, wie das Gericht am Donnerstag in seinem Urteil klarstellte.

Das Gericht folgte bei seiner Entscheidung der Argumentation der Verlage, wonach die  App presseähnlich ist. Dies sei nach dem Rundfunkstaatsvertrag unzulässig. Die App sei "als Ersatz für die Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften geeignet (...) - mit einer Informationsdichte, die an diejenige herkömmlicher Presseerzeugnisse heranreicht". Daran änderten auch die Verknüpfungen mit Hörfunk- oder Fernsehbeiträgen nichts. Zugleich seien die Angebot der App "nicht hinreichend sendungsbezogen". Ein generelles Verbot der App lehnte das Gericht jedoch ab.

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Die "Tagesschau"-App ist ein Internetangebot der ARD für mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet-Computer. Die Anwendung bietet Filme, Audiobeiträge, Fotos und Texte zum aktuellen Weltgeschehen. Dazu werden die Inhalte der üblichen Internetseite tagesschau.de verwendet.

Das Angebot ging wenige Tage vor Weihnachten 2010 an den Start, ist jederzeit abrufbar und kostenlos. Aktuell gibt es fast 4,5 Millionen Nutzer. In der Kategorie Publikumspreis gewann die App in diesem Jahr den Grimme Online Award. Die Angebote von tagesschau.de sind in anderer Form bereits seit 1999 mobil abrufbar. Die "Tagesschau in 100 Sekunden" für das Handy gibt es seit 2007.

In der "Tagesschau"-App sieht NDR-Intendant Lutz Marmor einen "zeitgemäßen Service, den wir unseren Zuschauerinnen und Zuschauern ohne zusätzliche Kosten zur Verfügung stellen".

dpa/dapd

26.09.2012
26.09.2012