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Medien & TV Google ins Netz gegangen
Nachrichten Medien & TV Google ins Netz gegangen
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18:23 24.11.2008
Googles neuer Browser Chrome verspricht ein schnelleres Surfen im Internet. Datenschützer raten aber von der Installation des Programms ab - sie befürchten eine Bedrohung der Privatsphäre.
Googles neuer Browser Chrome verspricht ein schnelleres Surfen im Internet. Datenschützer raten aber von der Installation des Programms ab - sie befürchten eine Bedrohung der Privatsphäre.
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Der Suchmaschinengigant entwickelt sich immer mehr zum Datenkraken – und es steht zu befürchten, dass das Unternehmen mit dem Google-Browser Chrome, der am Dienstag veröffentlicht wurde, seine Datensammelwut noch weiter forcieren wird.

So werden etwa alle Eingaben, die ein Nutzer in der Adresszeile macht, an Google weitergeleitet – seien es Suchworte oder Internetadressen. Angeblich sollen diese Daten bei Google zwar nicht dauerhaft gespeichert werden, das erklärt zumindest der Suchmaschinenbetreiber. Das fällt aber angesichts des bisherigen Umgangs mit Daten bei Google schwer zu glauben. Zumal jeder Browser mit einer eindeutigen Identifikationsnummer ausgestattet ist, die es besonders leicht machen würde, umfangreiche Benutzerprofile zu erstellen.

Schon jetzt werden Internetsurfer fast auf Schritt und Tritt von Google verfolgt – egal, welchen Browser sie benutzen. Denn rund um die Suchmaschine ist ein regelrechtes Schnüffelimperium entstanden. Das beginnt bei der normalen Suche: Das Unternehmen speichert jede Suchanfrage 18 Monate lang – einschließlich der IP-Adresse des Nutzers. Google behauptet zwar, dass diese Daten lediglich zur Optimierung der Suchmaschine genutzt werden. Datenschützer befürchten allerdings, dass es für das Unternehmen ein Leichtes wäre, umfangreiche Benutzerprofile zu erstellen. Mit ein wenig Mühe wäre es vermutlich sogar möglich, anhand der Suchanfragen zu ermitteln, von welcher realen Person sie gestellt worden sind.