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Medien & TV Helmut Kohls Sohn kritisiert ZDF-Film über den Altkanzler
Nachrichten Medien & TV Helmut Kohls Sohn kritisiert ZDF-Film über den Altkanzler
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16:02 17.10.2009
Stephan Grossmann als der junge Helmut Kohl und Rosalie Thomass als junge Hannelore Kohl. Quelle: ZDF/ddp
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Der 46-Jährige zeigte sich laut dem Nachrichtenmagazin „Focus“ „regelrecht empört“ darüber, wie der Film die Rolle seiner Mutter zeige. Sie sei stets „eine wichtige, zentrale Ratgeberin“ seines Vaters gewesen, sagte Walter Kohl in dem am Samstag vorab verbreiteten Beitrag. Der Film werte sie jedoch „zur Randfigur herab“.

Während sich der erste Teil des Films, der Helmut Kohl als aufstrebenden Jungpolitiker in Rheinland-Pfalz beschreibt, „recht genau“ mit seinen frühen Eindrücken decke, kritisiert der Kohl-Sohn den zweiten Teil. „Mein Vater hätte als wichtigster deutscher Gestalter der Wiedervereinigung eine würdigere Rolle verdient“, sagte er. Er sei „nie der entrückte Technokrat der Macht“ gewesen, als den ihn die Zuschauer jetzt auf dem Bildschirm sähen.

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Der 90 Minuten lange Film über Alt-Kanzler Kohl wird am Dienstag (20. Oktober, 20.15 Uhr) im Zweiten ausgestrahlt. Nachgezeichnet wird der politische Aufstieg des CDU-Politikers vom Mitbegründer der Jungen Union in Ludwigshafen 1947 bis zu seinem „politischen Triumph“ als Kanzler der Einheit 1990 nach. Kohl wird von Thomas Thieme verkörpert, in der Rolle des jungen Helmut Kohl ist Stephan Grossmann zu sehen. Renée Soutendijk stellt Kohls 2001 gestorbene Frau Hannelore dar, als junge Hannelore Kohl stand Rosalie Thomass vor der Kamera. Regie führte Thomas Schadt, für die Produktion war Nico Hofmann verantwortlich.

ddp