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Medien & TV Hollywood-Gewerkschaften schließen sich zusammen
Nachrichten Medien & TV Hollywood-Gewerkschaften schließen sich zusammen
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19:26 31.03.2012
Die größten Gewerkschaften Hollywoods haben sich zur SAG-AFTRA zusammengeschlossen.
Die größten Gewerkschaften Hollywoods haben sich zur SAG-AFTRA zusammengeschlossen. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Los Angeles

Damit gehörten nun über 150.000 Schauspieler, Ansager, Tänzer, Sänger, Musiker, Journalisten und andere Beschäftigte im Film- und Fernsehbereich einem gemeinsamen Verband an.

Die Gewerkschaftsleitung sprach von einer „historischen“ Abstimmung. Damit hätten beide Verbände das grundlegende Prinzip „Zusammen sind wir stärker“ bestätigt, sagte SAG-AFTRA-Vorsitzender Ken Howard. 86 Prozent der AFTRA-Mitglieder und 82 Prozent der SAG-Mitglieder stimmten für den Zusammenschluss.

Bisher hatten SAG (Screen Actors Guild) und die kleinere AFTRA (American Federation of Television and Radio Artists) ihre Verträge mit den großen Studios in eigener Sache ausgehandelt. Bei Tarifabsprachen war es in den letzten Jahren immer wieder zu zähen Verhandlungen und Streiks gekommen.

Frühere Versuche, die beiden Gewerkschaften zu verbinden, waren mehrfach gescheitert. Bei einer Abstimmung im Jahr 2003 gab es nicht genug Zuspruch von der Screen Actors Guild, der die meisten großen Filmstars angehören. Zahlreiche SAG-Mitglieder befürchteten, dass bei einem Zusammenschluss die Interessen der Schauspieler zu kurz gekommen wären. Ein Großteil der AFTRA-Mitglieder sind keine Schauspieler, sondern Moderatoren, Produzenten und Musiker bei Rundfunk- und Fernsehsendern. Auch 1999 war ein Versuch, SAG und AFTRA zu vereinen, daran gescheitert, dass bei der SAG nicht genügend Ja-Stimmen zusammen kamen. 

dpa

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