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14:00 08.10.2009
Bei Flickr kann man mit einem einzigen Klick eine Diaschau erzeugen. Quelle: Dirk Kirchberg
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Eine Besonderheit ist Picasa, die Bilderverwaltung des Suchmaschinenprimus Google. Sie ist zum einen als Software für den heimischen Rechner erhältlich, zum anderen mit Speicherplatz von Google im Web vernetzt. Mit der kostenlosen Software gelingt es, Zehntausende und mehr Fotos auf der Festplatte zu sortieren, zu verschlagworten, in Gruppen einzuteilen und rudimentär zu bearbeiten.

Einen Teil davon kann man mit wenigen Klicks ins öffentliche Angebot als Picasa-Webalbum hochladen. Diese öffentlichen Galerien kann man mit einem Kennwort schützen, sodass sie nur den Freunden zur Verfügung gestellt werden. Ein Gigabyte (GB) Speicherplatz steht kostenlos bereit, braucht man mehr, kostet das 20 US-Dollar für zum Beispiel zehn GB.

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Daneben gibt es spezielle Communities für Hobbyfotografen wie etwa die Fotocommunity, bei der rund 800.000 Nutzer in Deutschland angemeldet sind. Eine Basismitgliedschaft ist kostenlos, für weiterreichende Funktionen wird schnell eine Gebühr fällig. Die Fotocommunity ist aber eher auf die Besprechung und Bewertung von Mitgliederfotos ausgerichtet.

Eine weitere spezielle Plattform für Fotos ist Panoramio, eine Seite, die sich auf Bilder mit sogenannten Geotags konzentriert, also ortsbezogenen Angaben. Der Clou an der Sache: Panoramio gehört seit Mitte 2007 zu Google. Daher werden die auf Panoramio geladenen Bilder etwa in den Google-Karten abrufbar. Auch in Google Earth, dem faszinierenden Programm zum Zoomen von Satellitenaufnahmen des Globus, können Nutzer ihre Bilder präsentieren.

Als Alternative zu Panoramio sei das deutsche Start-up Locr erwähnt, das 2007 als Neugründung in Braunschweig aus der Taufe gehoben wurde. Auch hier können wie beim Konkurrenten von Google Bilder sehr leicht mittels einer Karte mit den Geotags versehen und gespeichert werden. Locr bietet neben einem kostenlosen Konto, das auf 100 Megabyte Upload sowie maximal fünf Alben pro Monat begrenzt ist, ein Pro-Konto an, das monatlich zwei Gigabyte Datenrate und eine unbegrenzte Anzahl an Alben anbietet. Weitere große Plattformen sind Photobucket, die sehr elegante Website von SmugMug (smugmug.com), die allerdings nur ein kostenloses Probekonto anbietet, dafür aber drei unterschiedlich teure Bezahlkonten, die zwischen 40 und 150 US-Dollar im Jahr liegen.

Die aber wohl größte und am schnellsten wachsende Fotosite im Internet heißt Flickr und gehört zu Yahoo. Bei Flickr sind nach Angaben des Unternehmens rund sieben Millionen Nutzer registriert. Flickr gehört zu den zehn am meisten besuchten Sites im Internet. Im November 2008 wurde das dreimilliardste Foto hochgeladen.

Flickr bietet neben einem kostenlosen Zugang auch einen Pro-Zugang an, der mit rund zwei Dollar im Monat recht günstig ist. Dafür kann der Nutzer höher aufgelöste Fotos und sogar HD-Videos hochladen, mit den Bildern anderer Nutzer in eigenen Alben kombinieren und per einfacher Rechteverteilung genau bestimmen, was wer mit seinen Fotos machen darf.

Die Rechteverteilung wird durch die sogenannten Creative-Commons-Lizenzen geregelt, bei denen man sehr genau einstellen kann, welche Freiheiten bei der Bearbeitung und Weiterverbreitung anderen Nutzern eingeräumt werden. Zudem bietet Flickr zahlreiche Möglichkeiten an, Fotoslideshows zu generieren und im Netz zu präsentieren. Man kann sich bei der Fülle der Bilder auch einfach treiben lassen und so fotografisch einmal um den ganzen Erdball reisen.

von Marcus Schwarze, Ernst Corinth und Dirk Kirchberg