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Medien & TV Neue iPhone-Programme, die rocken
Nachrichten Medien & TV Neue iPhone-Programme, die rocken
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20:28 03.02.2009
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Bitte beachten Sie, dass manche der hier vorgestellten Programme nicht kostenlos erhältlich sind. Manche gibt es in einer kostenfreien und in einer erweiterten zu bezahlenden Fassung. Da die Preisangaben zudem häufig schwanken, haben wir auf sie in dieser Übersicht verzichtet.

touchPhysics ist unser Anwärter auf das Spiel des Jahres auf dem iPhone. Die Spielidee ist so simpel wie Tetris, die Umsetzung Apple-einfach: gekonnt. Eine

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auf einem Blatt Papier aufgemalte Kugel muss einen Stern treffen. Die Kugel gerät ins Rollen, sobald man im richtigen Winkel einen neuen aufgemalten Gegenstand auf sie stürzen lässt - etwa einen Quader. Den zeichnet man schlicht mit den Fingerspitzen oberhalb der Kugel, dann fällt er herunter.

Bei fortlaufendem Spiel gilt es, weitere Elemente zu kombinieren - etwa einen Miniquader, den man neben der Kugel postiert, und einen Strich, der eine Wippe herstellt. Lässt man dann einen großen Quader auf die andere Seite der Wippe fallen, wirkt sie wie ein Hebel auf die Kugel und lässt sie über ein Hindernis Richtung Stern springen.

Das Spiel vermittelt auf denkbar einfache Weise physikalische Zusammenhänge. In manchen Problemstellungen betört besonders die grafische Darstellung in Form von Kreidezeichnungen. Wer die untermalte Musik nicht mag, kann sie abschalten oder auf die eigene Musiksammlung umschalten. Ein Suchtmacher. Wir kamen im ersten Versuch bis zum 16. Bildschirm.

Zenbe ist der Helferlein für die dringenden und vor allem die weniger dringenden To-Do‘s: Die letzteren haben bekanntlich die Angewohnheit, schnell in Vergessenheit zu geraten, um dann frei nach Sascha Lobo gerade noch im entscheidenden Moment der Prokrastination auf die Liste der dringenden Aufgaben zu rücken. In Zenbe speichert man Listen jener Dinge, die noch zu erledigen sind.

Man kann deren Reihenfolge verschieben, sie abhaken und sie mit einer Webseite synchron halten: einem Google-Widget, dann lassen sich die unterwegs aufgezeichneten Aufgaben bequem am PC oder Mac erledigen. Erstaunlich, dass Apple so etwas noch nicht im Programm hatte, und nicht verwunderlich, dass Google vor wenigen Tagen einen eigenen Aufgabenverwalter in sein Programm aufgenommen hat.

Instapaper ist ein kostenloser Lesezeichenservice, in dem man Webadressen speichern kann, um diese später zu besuchen –

beispielsweise erst auf dem PC im Büro, dann auf dem Apple zu Hause und später auf dem iPhone unterwegs. Die Lesezeichen werden dazu in einem geschützten Speicherbereich beim Hersteller der Software abgelegt. So kann man sich vom Büro aus einen Lese-Link aufs Handy übertragen.

Fürs iPhone liegt das Programm in zwei Versionen vor. Schon die kostenlose Variante speichert alle Seiten, deren Adressen man gesichert hat, auf dem iPhone. So muss der Nutzer nicht jedes Mal eine Datenverbindung aufbauen, will er unterwegs einen Artikel lesen. In der Pro-Variante kann man zudem Links verschicken, die Textgröße ändern, per Kippen des iPhones blättern. Und das Programm merkt sich die letzte Position im Text.

Simplify: Wie bekommt man mehrere 100 Gigabyte Musik auf ein iPhone mit 8 oder 16 Gigabyte Speicher? Geht nicht? Doch: Dank Simplify Media müssen Sie nicht Ihre ganze Musikbibliothek auf Ihr iPhone kopieren, um diese anzuhören. Sie müssen nur Ihrem iPhone erlauben, dass Simplify Media über das Internet auf Ihren Computer zugreifen darf. Der muss dafür natürlich angeschaltet sein. Und schon können Sie auch unterwegs Ihre gesamte Musiksammlung genießen, einfach per Livestream.

Das Beste an Simplify Media: Sie können bis zu 30 Freunden den Zugang zu Ihrer Musiksammlung erlauben und Ihrerseits deren Biliotheken nach Ihren Lieblingsliedern durchsuchen.

Die Digitaluhr Night Stand: Wenn es des Nachweises bedarf, dass die einfachsten Programme immer noch die besten sind, dann ist das „Night Stand“: Die Software bringt nicht mehr und nicht weniger als eine Digitaluhr aufs Display des iPhones. Das Besondere: Sie leuchtet dauerhaft und untergräbt damit auf Wunsch die Stromsparfunktion des Geräts, so dass „Night Stand“ tatsächlich als Nachtuhr auf Reisen taugt.

Vorausgesetzt allerdings, man schließt das Handy an die Stromsteckdose an. Sonst macht der Akku schlapp. Klar: Das bieten andere Handys schon lange – aber das iPhone jetzt eben auch. Für die Weckenfunktion reicht die eingebaute Apple-Uhr, die sich allerdings bekanntlich nach einigen Minuten dunkelschaltet. Die beiden Programme kommen sich nicht ins Gehege. Wer am Abend "Night Stand" scharf schaltet, hat so in der Nacht die Uhrzeitanzeige und kann sicher sein, dass ihn die Apple-Uhr mit dem eingestellten Weckruf pünktlich weckt. Aber wirklich nicht den Stromanschluss vergessen.

Nuevasync ist kein extra auf das iPhone ausgerichtetes Program, sondern ein Dienst auf der Seite www.nuevasync.com. Nach der kostenlosen Anmeldung erhält man die Möglichkeit, Kalenderdaten aus beispielsweise dem Google-Kalender oder anderen webbasierten Kalenderdiensten mit dem iPhone-Kalender oder auch einem Windows-Mobile-Gerät abzugleichen.

Ändert man in seinem Google-Kalender einen Eintrag, wird er wie von Zauberhand wenige Minuten später auf dem Handy angezeigt – und umgekehrt. Man nutzt dazu einen Microsoft-Exchange-Server von Nuevasync, wie er auch in vielen Firmen genutzt wird. Der fragt regelmäßig beim eingestellten Kalenderdienst Veränderungen ab. Die Synchronisation funktionierte in unseren Tests zuverlässig – so dass es am Ende sogar gelang, mehrere Kalender und iPhone-Nutzer unter einen Hut zu bringen. Firmendienstplan, privater Kalender und auch andere abonnierte Kalender von externen Diensten bekommt man so aufs Handy überspielt. Der Mailsupport von nuevasync war bei unseren anfänglichen Problemen beim Einrichten exzellent.

Texxas: Wenn elektronische Programmführer zu fummelig sind, hilft das iPhone-Programm „texxas“ mit einer ständig aktualisierten Übersicht über das TV-Programm: Welcher Tatortkommissar ist Sonntag dran? Was läuft „jetzt“ gerade auf anderen Sendern? „texxas“ hilft, wenn gerade die Zeitung nicht zur Hand ist und die Programmzeitschrift gekündigt.

Mehr als 100 TV-Programme für die nächsten vier Wochen lassen sich abfragen. „texxas“ sprang kurz nach Erscheinen an die Spitze der Download-Hitparade bei iTunes.

Skateboardspiel Touchgrind: Die beiden Spiele iPint, in dem man Biergläser über einen Tresen schiebt, und Labyrinth, das das Kugel-Wackelbrett auf dem iPhone eine Renaissance erleben ließ, stammen von Illusion Labs. Der neueste Spielewurf aus dem Hause Illusion Labs heißt Touchgrind und wird per Gestensteuerung bedient.

Der Spieler rollt mit einem Skateboard über einen Hindernisparcours und sammelt für Sprünge, Drehungen und Rutschpartien auf Geländern Punkte. Die Tricks steuert der Spieler mit seinen Fingerspitzen. Ziel ist, mit einer Million Punkten das „Teufelsboard“ freizuschalten, mit dem jeder Trick noch ein Stück halsbrecherischer wird – zumindest für die eigenen Finger.

Gitarrenstimmer Justtune hilft beim Stimmen der Gitarre. Abgespielt wird der Kammerton A oder auch jeder andere gewünschte. Außerdem gehört ein Metronom zu der Software. Es gibt zahlreiche teure Programme fürs iPhone, die beim Gitarrenstimmen Hilfe versprechen - dieses für 99 Cent beim Zeitpunkt des Testens war recht günstig.

Bahnauskunft Zuginfo: Was das Programm Fahrplan für den regionalen Nahverkehr ist, das leistet das Programm Zuginfo für das gesamte deutsche Schienennetz. Einfach Abfahrtsort und den gewünschten Zielbahnhof eingeben, und Zuginfo liefert je nach Belieben das Suchergebnis mit und ohne ICE-Verbindungen aus.

Aufnahmerecorder iTalk: Das iPhone eignet sich auch zum Aufnehmen von sprachlichen Notizen oder Gesprächsrunden. Die kostenlose Software iTalk von Griffin zeichnet über das Mikrofon im AIFF-Format auf.

Drei Aufnahmemodi lassen dem Nutzer die Wahl, wie groß und qualitativ gut die Aufzeichnung werden soll. Wichtig ist dabei, die Unterseite des iPhones auf den Sprecher oder die Gesprächsrunde auszurichten. Dort ist bekanntlich das Mikrofon eingebaut. Zum Abhören der Aufnahme empfehlen sich die Ohrstecker.

Mobil Zwitschern: Es gibt eine Vielzahl von Programmen, mit denen auf dem iPhone der Kurznachrichtendienst Twitter genutzt werden kann. Tweetie ist die mit Abstand schnellste und eine dennoch sehr umfangreiche Anwendung. Der Nutzer kann Bilder versenden, Kartenverweise schicken und seine Lieblingstweets als Favoriten markieren.

Krachmacher Nervsounds: Für den aktiv eingeleiteten Stimmungswechsel im Büro ist Nervsounds das richtige Programm. Die Geräusche bleiben dem Programmnamen treu: Sie nerven. Der Nutzer kann mit virtuellen Fingernägeln über eine Tafel kratzen oder Styropor aneinenderreiben. Für Härtefälle gibt es drei unterschiedliche Zahnarztgeräusche.

von Dirk Kirchberg und Marcus Schwarze