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Medien & TV Niedersachsen will mit neuem Digitalfernsehen starten
Nachrichten Medien & TV Niedersachsen will mit neuem Digitalfernsehen starten
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19:11 12.09.2010
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Ein Start des neuen Standards DVB-T2 sei ab 2015 möglich, sagte der Direktor der Landesmedienanstalt, Andreas Fischer, der Nachrichtenagentur dpa in Hannover. „Ziel ist es natürlich, dass das in Niedersachsen beginnt.“

Die neue Technik soll den DVB-T-Standard ersetzen, mit dem 2007 in Norddeutschland flächendeckend der traditionelle Fernsehempfang über Dach- oder Zimmerantenne abgelöst wurde. Schon an der DVB-T-Einführung war Niedersachsen führend mitbeteiligt. Wer die neue Technik künftig nutzen möchte, benötigt einen neuen Fernseher oder eine Decoder-Box, die bisherigen DVB-T-tauglichen Geräte sind für den Empfang des neuen Standards nicht ausgerüstet.

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Die neue Digitaltechnik könne außer zur Erhöhung der Zahl der Sender auch zur Umstellung von Programmen auf die hochauflösende Qualität (HD) und zur Radioübertragung genutzt werden, sagte Fischer. Außerdem entstehe zusätzlicher Raum für das kommerzielle Lokalfernsehen, das vom kommenden Jahr an in Niedersachsen starten soll. Interesse an Sendeplätzen sei vorhanden. „Es gibt bei DVB-T Interessenten, die nicht bedient werden konnten.“ Shoppingsender etwa hätten erkannt, dass es eine relevante Zuschauergruppe gebe, die nicht über das Kabelfernsehen, aber über das digitale Antennenfernsehen erreichbar sei.

Seit einem Jahr läuft in Niedersachsen bereits ein Modellversuch mit den Sendern NDR, ZDF, RTL, Pro7/Sat1 und der Mediabroadcast zur technischen Erprobung der DVB-T2-Technik, wobei die Sendestationen in Lüneburg und Rosengarten südlich von Hamburg genutzt werden, sagte Fischer. Der Fernsehzuschauer bekommt davon aber noch nichts mit. Technisch begleitet wird die Erprobung von Prof. Ulrich Reimers von der Technischen Universität Braunschweig, dem „DVB-T-Papst“. Mit der Einführung des neuen Digitalfernseh-Standards könnten die Fernsehsender ihre Übertragungskosten senken. Bei gleichem technischen Aufwand könnten künftig mehr Programme übertragen werden.

Die Einführung des digitalen Antennenfernsehens sei eine Erfolgsgeschichte gewesen, sagte Fischer. „Das ist eine verbraucherfreundliche Technik ohne zusätzliche Kosten.“ Klagen von Zuschauern über die Abschaffung des traditionellen Antennenfernsehens habe es kaum gegeben.

dpa