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16:34 12.03.2014
Von Imre Grimm
Acht Kontrahenten treten in musikalischen Wettstreit. Wer gewinnt, entscheiden die Zuschauer. Quelle: dpa/ Montage
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Hannover

Nein, das soll bitte nicht wieder passieren: nur der 21. Platz für Cascada beim Eurovision Song Contest 2013 in Schweden. Nur 18 mickrige Punkte. Schon peinlich für ein Land, das vor vier Jahren mit Lena Meyer-Landrut einen triumphalen Sieg holte. Schnell will die ARD den Makel von Malmö vergessen machen. Und schickt daher Donnerstagabend durchaus namhafte Kandidaten ins Rennen um das deutsche Ticket für das ESC-Finale am 10. Mai in Kopenhagen.Prominenteste Teilnehmer sind die Band Unheilig („Geboren um zu leben“), die erfolgreichen Seemänner von Santiano und die Popfee Oceana. Im Ausland sehr erfolgreich ist schließlich auch das Rockabilly-Trio The Baseballs, wenngleich Retro ein bisschen ins Hintertreffen geraten ist bei diesem paneuropäischen Kindergeburtstag namens ESC. Rock hat's einfach schwer zwischen weißrussischem Diktatorenpop und samtenen Schmachtballaden. 

Acht Bands treten in den musikalischen Wettstreit. Sie alle wollen Deutschland beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen vertreten. Doch die ARD-Zuschauer schicken nur einen zum Finale. Wer taugt? Unheilig, Oceana? Ein Check in Bildern.

„Unser Song für Dänemark“ heißt die zweistündige Liveshow, moderiert von Barbara Schöneberger. Auf eine Experten-Jury oder Onlineabstimmungen verzichtete man in diesem Jahr ganz – allein die TV-Zuschauer haben das Sagen. Man wolle „Missverständnisse“ vermeiden, heißt es vorsichtig beim zuständigen Norddeutschen Rundfunk (NDR). Im vergangenen Jahr hatte es so ausgesehen, als habe erst das Votum der Jury den Publikumsfavoriten LaBrassBanda aus dem Rennen und Cascada mit „Glorious“ (einem doch eher plumpen Nachbau des Vorjahressiegers „Euphoria“) an die Spitze geschubst.In der Kölner Lanxess-Arena treten Donnerstagabend zunächst alle acht Teilnehmer mit einem eigenen Titel an. Die Zuschauer wählen dann vier Interpreten, die noch einen zweiten eigenen Song singen dürfen. Anschließend gibt’s einen weiteren Wahlgang, bei dem die beiden Finalisten ermittelt werden, unter denen das Publikum dann bei der dritten Abstimmungsrunde den Sieger wählt. Klingt aufwendig, soll aber die Spannung erhöhen.

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Trotz der großen Erfolge in den Lena-Jahren verzichtet die ARD also erneut auf eine Kooperation mit dem Privatsender Pro7 und Stefan Raabs Hausproduktionsfirma Brainpool. Den möglichen Grund verriet Brainpool-Chef Jörg Grabosch kürzlich auf einer Podiumsdiskussion in Düsseldorf. Seiner Ansicht nach würde man auch Donnerstag noch kooperieren, sagte er laut Branchendienst dwdl.de – „aber nur, wenn Pro7 weiterhin sechs von acht Shows bezahlt und gesendet und der ARD den quotenträchtigsten Teil des Wettbewerbs, das Finale, überlassen hätte“. Die Pro7-Führung sehe sich jedoch nicht der „nationalen Aufgabe“ verpflichtet, sondern eher dem Börsenkurs des eigenen Unternehmens.

Es wird nicht leicht für die ARD, das nationale Interesse hoch und das ESC-Flämmchen am Glimmen zu halten. Der deutsche Vorentscheid verzeichnete zuletzt steigende, aber nicht mehr spektakuläre Quoten. 2012 sahen 2,19 Millionen Menschen zu, 2013 dann 3,24 Millionen. Da ist noch Luft nach oben.  

„Unser Song für Dänemark“ | ARD: Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Donnerstag, 20.15.

Moderation: Barbara Schöneberger

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