Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Dr. Tods dunkles Geheimnis
Nachrichten Medien & TV Dr. Tods dunkles Geheimnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:32 23.08.2014
Gabriel Byrne verkörpert den Pathologen glaubwürdig als lässigen Gelegenheitszyniker, der in Wirklichkeit ein unbeugsamer Moralist ist. Quelle: ARD
Anzeige
Hannover

Der von Filmstar Gabriel Byrne großartig gespielte Pathologe ist ein Mann in den besten Jahren, den nichts so leicht aus der Ruhe bringt. Als er eines Abends jedoch seinen ungeliebten Stiefbruder und Kollegen Malachy (Nick Dunning) dabei ertappt, wie er in der Pathologie herumschnüffelt und ein auffallendes Interesse für die Akte einer gerade verstorbenen jungen Mutter zeigt, ist Quirkes Neugier geweckt und er geht der Sache in der ersten Folge des dreiteiligen britischen Spielfilms „Der Pathologe - Möderisches Dublin“ nach.

Die BBC-Filme basieren auf den Bestsellern des irischen Autors Benjamin Black. Das Dublin der späten 50er Jahre erscheint als dunkler und freudloser Ort, der ständig von Regen heimgesucht wird. In diesem düsteren Szenario stellt Quirke Nachforschungen darüber an, was es mit der angeblich an einer Lungenembolie gestorbenen Christine Falls auf sich hat. Er obduziert die Leiche und findet heraus, dass die junge Frau in Wirklichkeit bei der Entbindung verblutet ist und sein Stiefbruder, der angesehene Leiter der Geburtsklinik, den Totenschein gefälscht hat. Von dem Baby fehlt jede Spur. Der Pathologe kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur, in das seine eigene Familie und die im Irland der 50er Jahre übermächtige katholische Kirche verstrickt sind.

Anzeige

Gabriel Byrne verkörpert den Pathologen glaubwürdig als lässigen Gelegenheitszyniker, der in Wirklichkeit ein unbeugsamer Moralist ist. Mit ihm haben die Macher des stimmungsvollen Dreiteilers die ideale Besetzung für die Hauptrolle gefunden.

Von Martin Weber

Medien & TV Serienmarathon - Zwölf Tage gelb
21.08.2014
Medien & TV Stephen-King-Abend bei Vox - Verneigung vor dem Horrorpapst
21.08.2014