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17:33 15.05.2014
Foto: Das merkwürdige Paarungsverhalten geschlechtsreifer Großstädter auf dem Land: Eva (Julia Brendler, 2. v. re.) mit ihrem neuen Freund Felix (Christoph Letkowski, re.) sowie Marc (Stephan Luca, 2. v. li.) mit seiner neuen Freundin Sophie (Bettina Zimmermann, li.).
Das merkwürdige Paarungsverhalten geschlechtsreifer Großstädter auf dem Land: Eva (Julia Brendler, 2. v. re.) mit ihrem neuen Freund Felix (Christoph Letkowski, re.) sowie Marc (Stephan Luca, 2. v. li.) mit seiner neuen Freundin Sophie (Bettina Zimmermann, li.). Quelle: ARD
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Schlitzohrige Handwerker, stinkfaule Arbeiter und rassige Frauen, die abends zum Feierbiest mutieren: Die ARD-Komödie „Trennung auf Italienisch“ schwelgt völlig hemmungslos in sämtlichen Italienklischees, die dem deutschen Pauschalurlauber so einfallen. Das ist zwar alles nicht böse gemeint, sondern soll ganz im Gegenteil eine liebenswerte und humorvolle Skizze südländischer Lebensart sein. Doch auf die Dauer nerven die stereotypen und völlig eindimensionalen Giovannis, Luigis und Isabellas dann eben doch. Dabei hat die Beziehungskomödie mit Stephan Luca und Julia Brendler als geschiedenen Eheleuten, die sich für den Verkauf des Ferienhäuschens in Südtirol noch einmal zusammenraufen müssen, durchaus ihre gelungenen, sprich heiteren Stellen. Die von Regisseur Florian Gärtner mit schönen Südtirolbildern und ganz viel Italienfolklore inszenierte Komödie „Trennung auf Italienisch“ ist ein typisches Erzeugnis der Produktionsfirma Degeto – die ARD-Produktionsfirma war in den vergangenen Jahren verantwortlich für den seichten Freitagabend im Ersten.

So also auch diesmal: Eigentlich haben sich Marc (Stephan Luca) und Eva (Julia Brendler) nicht mehr viel zu sagen, denn sie sind seit einem Jahr voneinander geschieden und vermeiden den Kontakt, wo es nur geht. Dummerweise gibt es da noch dieses hübsche Landhäuschen in Südtirol, das sich die beiden einst gekauft haben und das jetzt in einem ziemlich verlotterten Zustand ist. Das Haus muss als letztes Überbleibsel einer gescheiterten Beziehung weg, und deshalb treffen sich Marc und Eva dort ein letztes Mal, um es an ein schwules Paar zu verkaufen, das wie sie extra aus Deutschland angereist ist. Leider gestaltet sich die Besichtigung chaotisch, denn das Feriendomizil ist nach jahrelangem Leerstand in einem beklagenswert schlechten Zustand.

Mit allerletzter Überzeugungskraft können Marc und Eva die enttäuschten Kaufinteressenten von der sofortigen Abreise abhalten und eine Frist für die Renovierung aushandeln: In fünf Tagen wollen die Herren das Haus nochmals besichtigen, bis dahin muss es renoviert sein. Keine leichte Aufgabe, denn die von Marc und Eva eilends zusammengetrommelte Handwerkertruppe um den schlitzohrigen Giovanni (Claudio Caiolo) und den lebenslustigen Frauenhelden Stefano (Edoardo Purgatori) hat die Arbeit nicht gerade erfunden, sondern macht zum großen Ärger ihrer deutschen Auftraggeber lieber gemütlich Brotzeit im Schatten der Bäume und früh Feierabend. Dass dann auch noch Marcs aktuelle Flamme Sophie (Bettina Zimmermann) und Evas Lebensgefährte Felix (Christoph Letkowski) überraschend vorbeischauen, sorgt für weitere Komplikationen. Die beiden schneien nämlich genau in dem Moment herein, in dem Marc und Eva längst vergessen geglaubte Gefühle füreinander wiederentdecken.

„Trennung auf Italienisch“ | ARD
Freitag, 20.15 Uhr
Komödie mit Stephan Luca
und Julia Brendler

Von Martin Weber

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