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Medien & TV Richling verteidigt Konzept
Nachrichten Medien & TV Richling verteidigt Konzept
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15:57 18.03.2009
Angesichts der vielen Debatten froh, dass der Titel „Scheibenwischer“ beerdigt wurde: Mathias Richling. Quelle: Martin Steiner
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Die Sendung werde scharfes politisches Kabarett bieten, sagte er dem Berliner „Tagesspiegel". Er könne die ganze Diskussion nicht verstehen, da auch in der ZDF-Kabarettsendung „Neues aus der Anstalt“ beispielsweise mit Michael Mittermeier ein Comedian auftrete. Darüber habe sich niemand aufgeregt, sagte Richling am Dienstag im Deutschlandfunk.

Angesichts der vielen Debatten sei er mittlerweile froh, dass der Titel „Scheibenwischer“ beerdigt wurde, sagte Richling, der nunmehr als alleiniger Gastgeber in jeder Sendung mehrere Gäste begrüßen wird. Bei der Premiere werde unter anderen Ingolf Lück dabei sein, der sich mit der Abwrackprämie beschäftigen wolle.

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Mit dem neuen Titel der Sendung, der im Team ausgewählt worden sei, kann Richling „recht gut leben“. Der Kabarettist sagte, „Scheibenwischer“ sei zwar eine gute Marke, aber als Titel nicht besonders originell gewesen. „Er stammt ja auch aus den Urzeiten des Nachkriegskabaretts“, fügte er hinzu.

Zuvor hatte der Erfinder des „Scheibenwischers“, Dieter Hildebrandt, per Anwaltsschreiben an die zuständigen Sender Bayerischer Rundfunk und Rundfunk Berlin-Brandenburg erwirkt, dass Richling den Titel für seine Sendung nicht verwenden darf. „Scheibenwischer“ stehe für reines politisches Kabarett. Richling mache eine andere Sendung, also solle er sie auch anders nennen. Richling sagte dagegen im „Focus“, auch Comedians oder Schauspieler „können eine politische Meinung haben und sie überzeugend darstellen".

ddp