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Medien & TV SAT.1-Krise kostet Bartl den Job
Nachrichten Medien & TV SAT.1-Krise kostet Bartl den Job
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11:47 21.02.2012
ProSiebenSAT.1-Fernsehchef Andreas Bartl steht vor dem Abgang. Quelle: dpa
Unterföhring

Hintergrund seien vor allem die schlechten Zuschauerzahlen beim Flaggschiff SAT.1. Ein Konzernsprecher wollte sich am Montag in München zu den Berichten in dem Magazin und mehreren anderen Medien nicht äußern.

SAT.1 steckt seit Jahren in einer kreativen Krise und hatte zum Jahresauftakt nochmals Federn lassen müssen. Im Januar erreichte der Sender nur einen Marktanteil von 9,4 Prozent – so wenig wie seit Jahren nicht. Bartl gehört bei der Sendergruppe beinahe schon zum Inventar. Der Fernsehmanager prägte das Unternehmen in den vergangenen 20 Jahren wie kaum ein anderer Medienmacher. Seit 1991 ist Bartl an Bord, 2008 wurde er Vorstand.

Zwischen Januar 2010 und Oktober vergangenen Jahres war Bartl in Personalunion auch Chef von SAT.1 und verordnete dem Sorgenkind eine Rückkehr zu den Wurzeln des Programms. Dem Sender sei in den vergangenen Jahren „ein bissl der Glanz abhandengekommen“, hatte Bartl bei der Vorstellung seiner Pläne im April 2010 gesagt. Er wollte den Marktanteil des Senders kräftig nach oben schrauben und mindestens auf das Niveau von 2005 bringen. „Das war ein Jahr, wo SAT.1 ohne Sehhilfe die Rücklichter von RTL erkennen konnte“, sagte Bartl damals. Davon ist SAT.1 nach dem schwachen Jahresstart allerdings weiter entfernt denn je – trotz großer Erfolge wie der CastingshowVoice of Germany“. Mit Formaten wie „Danni Lowinski“ oder dem Mittelalterepos „Die Wanderhure“ gelangen beeindruckende Achtungserfolge, doch viel geholfen hat es nicht. Programmexperimente wie „Wolff – Zurück im Revier“ verfehlten ihre Wirkung. Auch PRO7 verlor im Januar 2012 Zuschauer.

Sebastian Raabe

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