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Medien & TV Sarah-Anessa: „Modeln steht an erster Stelle“
Nachrichten Medien & TV Sarah-Anessa: „Modeln steht an erster Stelle“
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07:18 25.05.2012
Sarah-Anessa Hitzschke kann am 7. Juni zu Germany's Next Topmodel werden. Quelle: Archiv
Hannover

Sarah-Anessa Hitzschke kommt aus Wennigsen, ist 18 Jahre alt und Schülerin. In der heute Abend ausgestrahlten Topmodel-Folge muss sie sich in einem Unterwasser-Fotoshooting bewähren.

Frau Hitzschke, 13 Folgen „Germany‘s Next Topmodel“ liegen nun hinter Ihnen, und Sie haben viele Aufgaben gemeistert. Was war für Sie bisher der Höhepunkt der Show?

Oh, ich habe mich total gefreut, Heidi Klum auf einen Gala-Abend in New York begleiten zu dürfen. Das hat mir einen kleinen Eindruck davon gegeben, wie es im richtigen Modelleben zugeht. Von den Aufgaben habe ich das Meerjungfrauen-Shooting in der vergangenen Episode am meisten genossen. Ich wollte schon immer mal Meerjungfrau sein. Dass lauter tote Fische um mich herumlagen, war zwar nicht so angenehm, aber es ging.

Einige Folgen zuvor mussten Sie wie ein wildes Tier bemalt mit einem Alligator posieren, und in der Episode, die heute Abend ausgestrahlt wird, knutschen Sie mit einem wildfremden Mann unter Wasser. Sind Fotoshootings immer so spektakulär oder steckt da auch Inszenierung für die Show hinter?

Im normalen Modelgeschäft gibt es durchaus Aufnahmen mit Tieren oder Bodypaints. Auch Heidi ist hin und wieder mit Tieren oder mit bemaltem Körper abgelichtet worden. Ein bisschen extremer ist die Show aber schon. Das liegt daran, dass die Jury prüfen will, wer auch wirklich bereit ist, alles fürs Modeln zu geben.

Haben Sie gewusst, worauf Sie sich einlassen?

Ehrlich gesagt, nicht ganz. Ich hätte auch nicht geglaubt, dass Modeln so anstrengend ist. Trotzdem bin ich sehr zufrieden und bereue nichts.

Sie haben alle Aufgaben angenommen und sich sogar Ihre blonden Haare brünett färben lassen. Gibt es etwas, was Sie nicht tun würden, auch wenn Heidi es von Ihnen verlangt?

Vor der Show habe ich bei vielem gesagt, das würde ich nie machen. Mir die Haare zu färben war für mich unvorstellbar. Jetzt kann ich dazu gar nichts mehr sagen. Ich würde so ziemlich alles tun, um Model zu werden.

Wie ist denn „Model-Mama“ Heidi privat?

Sie ist auch hinter den Kameras total lieb und kümmert sich um uns. Wenn die Kameras noch nicht laufen, macht sie Lockerungsübungen mit uns oder scherzt mit den Leuten am Set. Zickig ist sie gar nicht, finde ich. Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren genauso bin wie sie.

Wie ist denn Ihr Verhältnis zu den anderen Kandidatinnen? Es wird ja viel gezickt, aber ist das auch alles echt?

Alles, was passiert, ist echt. Wir sind nur Mädchen, die viel arbeiten und sich fast den ganzen Tag sehen. Zusätzlich sind wir Konkurrentinnen und wollen alle gewinnen, müssen die anderen aber auch unterstützen. Da ist es nur normal, dass es hin und wieder Stress gibt.

Man kann sich fragen, ob ein Sieg bei „Germany‘s Next Topmodel“ wirklich der Start einer großen Modelkarriere ist. Die erste Siegerin Lena Gercke hält sich vor allem durch ihre Beziehung mit Fußballer Sami Khedira im Gespräch, Kandidatin Gina-Lisa Lohfink als Kurzzeitfreundin von Sänger Marc Terenzi. Und Alisar Ailabouni kennt keiner mehr. Woran mag das liegen?

Ich denke, das liegt an den Mädchen selbst. Uns wird viel gegeben, aber wir müssen auch viel tun, wenn wir weiterhin im Gespräch bleiben wollen. Es gibt einfach zu viele Models, und um da herauszustechen, muss man gleichzeitig für Gesprächsstoff sorgen. Der Spagat dazwischen ist das Problem.

Andere Gewinnerinnen haben deswegen ihre Ausbildung auf Eis gelegt. Sie haben gesagt, Sie wollen im Falle des Siegs trotzdem Ihr Abitur machen. Gilt das noch?

Ich kann verstehen, dass Models wie Barbara Meier ihr Studium wegen der Karriere ruhen lassen. Ich denke mittlerweile, dass ich das auch tun würde, denn dann bleibt einfach keine Zeit mehr. Ich will erst in der Modelbranche Fuß fassen und später schauen, ob ich das Abitur nachmachen kann. Einen Plan B gibt es für mich zurzeit nicht.

Das Finale rückt nun näher, die Anspannung steigt. Bei Ihnen auch?

Ja, definitiv, aber ich mache mir nicht mehr so viel Stress wie noch vor ein paar Wochen. Ich gebe mein Bestes, und falls ich nicht gewinne, sollte es eben nicht sein.

Interview: Isabel Christian

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