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Medien & TV Auf Hannah Montanas Spuren
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08:40 15.10.2013
Und alle so yeah!: Julia (Emilia Schüle, Mitte) bei den Dreharbeiten zum deutschen Musicalfilm „Rock It“. Quelle: dpa
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Berlin

Es ist erst einige Monate her, da rührte Emilia Schüle ganz „Tatort“-Deutschland. Mit einer ungeheuren Intensität spielte die gebürtige Russin in der Krimifolge „Wegwerfmädchen“ die Zwangsprostituierte Larissa Pantschuk: Ein schönes Mädchen in einem blauen Ballkleid, das erst brutalen Freiern ausgeliefert und dann wie Abfall halbtot auf die Müllkippe von Hannover geworfen wird. Die 1992 in Blagoweschtschensk geborene junge Frau gilt seither als eines der wichtigsten Nachwuchs-Talente der deutschen Fernsehbranche.

Dabei ist Emilia Schüle eigentlich schon lange im Geschäft, zunächst als Werbegesicht einer Telekommunikationsfirma, dann in Nebenrollen, später an immer prominenterer Stelle. SAT.1 zeigt nun als Free-TV-Premiere heute einen Film, in dem sie die Hauptrolle spielt: „Rock It!“.
Der Film ist ein Experiment. Die Gattung des Musikfilms im Teenager-Milieu hat dank US-Erfolgen wie „Highschool Musical“ und „Hannah Montana“ in den vergangenen Jahren ja schon ein Revival gefeiert. Mit „Rock It!“ hat Disney eine deutsche Version aufgelegt.

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Die 15 Jahre alte Julia, gespielt von Schüle, ist ein Wunderkind am Klavier. Ihre Bildungsbürger-Eltern wollen sie unbedingt in eine Karriere als klassische Musikerin zwingen und schicken sie deshalb auf das erzkonservative Musikinternat „Amadeus“. Hier muss sie einen sechswöchigen Vorbereitungskurs überstehen, an dessen Ende sich entscheidet, ob sie aufgenommen wird.

Bisher hat Julia immer brav mitgespielt und das biedere Mädchen gegeben. Doch in der Probezeit im Internat lernt sie Nick (Daniel Axt) kennen. Der ist der Sohn des Hausmeisters, macht eine Lehre als Elektriker, und spielt und singt in der Band „Rock It“. Julia verliebt sich genregerecht auf den ersten Blick. Als die Band einen neuen Keyboarder sucht, scheint der Weg zu Nick endlich frei. Mit Hilfe ihrer Freundin Francesca (Maria Ehrich) verwandelt sie sich von der braven Schülerin in ein Rock-Chick – ganz im Stil der US-Serienheldin „Hannah Montana“.

Erwartbar ist der weitere Verlauf: Julia entdeckt, dass ihr die Rock-Musik eh viel mehr liegt als die Klassik. Sie will ausbrechen, merkt, wie sehr ihre Eltern sie einengen. Doch ihre Mitschülerin Betty (Vivien Wulf) will zusammen mit dem Wunderkind zum gefeierten Klassik-Duo aufsteigen und sieht deren Veränderung gar nicht gerne. Sie schmiedet eine Intrige. „Die US-Musicalvorbilder sind sehr amerikanisch, sehr auf die US-Erlebniswelt zugeschnitten, clean, sauber. Unser erklärtes Ziel ist: Wir wollen eine eigene Identität hinzumischen und etwas Eigenes daraus machen“, sagte Produzent Andreas Ulmke-Smeaton vor dem Kinostart. Dass dabei trotzdem Klischees eine große Rolle spielen, geben die Beteiligten selber zu. Schließlich wolle der Film gar nicht mehr als eine unterhaltsame Geschichte mit Musik sein.

 dpa

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