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Medien & TV Wenn Norwegen mit Russland im Krieg steht
Nachrichten Medien & TV Wenn Norwegen mit Russland im Krieg steht
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12:25 17.11.2015
Es wird eng für Norwegens Premierminister Jesper Berg (Menrik Mestad). In der neuen Arte-Serie "Occupied" muss er einen Krieg mit Russland verhindern. Quelle: dpa
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Hannover

Wie verhalten sich Regierung und Bevölkerung eines Landes, wenn sie nach und nach ihre politischen und gesellschaftlichen Rechte verlieren und immer mehr unter Besatzung leben? Das ist die Frage, um die sich bei "Occupied" alles dreht. Der norwegische Premierminister Jesper Berg (Menrik Mestad) will das skandinavische Land komplett auf umweltfreundliche Energiepolitik umstellen. Was er nicht ahnt: Er führt sein Volk damit an den Rand einer Katastrophe.

Denn die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union schäumen. Schließlich sind ihre Länder die Hauptabnehmer der norwegischen Gas- und Erdölvorkommen. Deshalb verbündet sich die EU mit Russland. Die unselige Allianz führt zu einer immer stärker zu spürenden Einflussnahme von Russland in Norwegen. Anschläge von Separatisten, mehrere mysteriöse Todesfälle und Entführungen verändern das Land. Norwegen steht vor dem ordnungspolitischen Super-GAU, ein Krieg mit Russland wird immer wahrscheinlicher. Die Situation in dem nordeuropäischen Land droht komplett zu eskalieren.

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Reaktionen fallen kritischer aus als geplant

Mit jeder Folge verändern sich langsam, aber merklich die Charaktere der Hauptfiguren, darunter ein Bodyguard, die norwegische Geheimdienst-Chefin und ein Journalist. Die Folgen enden in der Regel offen, so dass so mancher Zuschauer die nächste Folge vermutlich sofort online sehen will. In der Mediathek von Arte wird dies teilweise möglich sein. Zudem gibt es für Serienjunkies auf der Arte-Website ein Online-Spiel zur Serie.

Vor allem wegen des kritischen Russland-Bildes gab es nach Angaben von Regisseur Erik Skjoldbjærg "nicht nur in Norwegen sehr viele Reaktionen und ein kritischeres Echo, als wir dachten". Für Drehbuchautorin Karianne Lund war es besonders wichtig, den Plot "so realistisch wie möglich zu gestalten" und "die Zuschauer mit den Charakteren emotional zu berühren." Skjoldbjærg und Lund eint auch eine aufklärerische Motivation, da "Regierungen ihre eigenen Erzählungen und Realitäten schaffen, denen man sich nicht entziehen kann".

Arte zeigt "Occupied"

Beim 64. Filmfestival Mannheim-Heidelberg im Oktober gewann "Occupied" den erstmals vergebenen Preis "New Creators Award" für die beste Serie. Die Autoren Karianne Lund, Erik Skjoldbjærg und Erik Richter Strand, die die Idee des norwegischen Bestsellerautors Jo Nesbø weiterentwickelten, wurden beim Schreiben von der politischen Aktualität überrascht, als Russland auf der Krim einmarschierte.

Von Donnerstag (19. November), 20.15 Uhr an, ist "Occupied" bei Arte zu sehen. Die Serie läuft in Doppelfolgen bis Weihnachten.

dpa

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