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Medien & TV Service auf HAZ.de wird runderneuert
Nachrichten Medien & TV Service auf HAZ.de wird runderneuert
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11:29 20.12.2009
Quelle: HAZ.de
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Einige erstaunliche Ergebnisse haben neue Untersuchungen über das Nutzerverhalten in unserem Internetangebot HAZ.de ergeben – etwa bei jener Frage, nach welchen Begriffen die Internetsurfer am häufigsten auf HAZ.de suchen: Nicht etwa „Hannover 96“ oder „Nachrichten“ gaben die Leser online am häufigsten ein, nein: „Stichwort eingeben“ lautet der häufigste Suchbegriff. Das deutet aus Sicht von Achim Schaffrinna, Leiter Design bei Madsack Online (MOL), darauf hin, dass das entsprechend vorausgefüllte „Suchen“-Feld auf HAZ.de ganz oben rechts auf der Seite noch verbessert werden muss. Denn ganz offensichtlich scheuen sich die Surfer, den Terminus zu überschreiben, wie ursprünglich erhofft. Und so entwickelt Schaffrinna nun eine geänderte Version, die die Vorgehensweise besser deutlich machen soll, voraussichtlich mit einem klarer umrandeten Eingabefeld und dem „Suchen“-Feld davor statt wie bisher dahinter.

Solche Arbeiten sind Teil einer sogenannten Usability-Offensive bei Madsack Online – „Usability“ aus dem Englischen für „Gebrauchstauglichkeit“. Dahinter steckt das Bestreben, die Klickwege der Leser im Internetangebot herauszufinden und die Informationen so verbessert zu sortieren, dass die Nutzer „ihre“ gesuchten Dinge leichter wiederfinden. Mithilfe von Webcontrolling-Software können Experten nachvollziehen, wie sich die Nutzer durchs Internetangebot bewegen.

Auf einer Übersicht kann Schaffrinna beispielsweise wie in der Darstellung rechts abgebildet nachvollziehen, auf welchen Stellen in der Seite die häufigsten Klicks zu verzeichnen sind. Jedes Kreuz markiert dabei einen Klick von Internetnutzern. Dass auch Vorspänne anklickbar sein sollten, ist dabei eine Erkenntnis – zusätzlich zu den anklickbaren Überschriften und dem Hinweis auf „mehr“ unterhalb eines Vorspanns. Weitere verbesserte Ergebnisse bei der Gestaltung sollen sich demnächst im Bereich von AboPlus auf HAZ.de wiederfinden. Dort ist über die Jahre ein umfangreiches Paket aus zusätzlichen Einzelleistungen speziell für Abonnenten entstanden, das allerdings stark gekästelt gestaltet wurde. Mit neuen, leichter verständlichen Symbolen und einer luftigeren Gestaltung sollen die Leser künftig schneller ans Ziel kommen.

Auch unterschiedliche Bildtypen sollen die Nutzerführung verbessern. So gibt es ­neuerdings neben den normalen fotorealistischen „Teasern“, wie die Anreißermeldungen im Internetangebot genannt werden, auch grafische Bilder, die sich optisch abheben: Im Ratgeber "Rund ums Geld" wurden beispielsweise neue Teaser-Grafiken verwendet, die dem Leser sofort anzeigen: „Hier erwartet dich ein Rechner, mit dem du Kosten berechnen kannst.“ Mit Fotos, etwa von einem Geldautomaten, wäre dies nicht möglich, da man dort auch redaktionellen Inhalt vermuten könnte.

Wie die Zugriffszahlen weiter zeigen, kommen immer mehr Leser über Suchmaschinen wie Google zum HAZ-Angebot – auch das eine Auswirkung der geänderten Gestaltung des Webangebots. Weltweit arbeiten sogenannte Suchmaschinenexperten an der SEO, der ­„search engine optimization“. Das Ziel ist, besser über Google auffindbar zu werden. Da hilft es beispielsweise, aus einer Zwischenüberschrift eine wichtiger erscheinende „H1“-Überschrift zu machen.

So geschehen beim jüngsten Angebot, einer Weihnachtsmarkt-Übersicht. Wer etwa bei Google „Weihnachtsmärkte Hannover“ als Suche eingibt, bekommt seit der Google-Optimierung die HAZ-Seiten sehr prominent angezeigt. Ohnehin verzeichnen die Experten von MOL eine wachsende Zahl an Zugriffen über Google. So wurden im November (in den ersten 14 Tagen) im Vergleich zum Oktober 180 Prozent mehr Besucher verzeichnet, die über die Suchmaschinen auf HAZ.de gelangt sind. Wie ohnehin der November aufgrund der Ereignisse um Robert Enke ein in jeder Hinsicht besonderer Monat war.

Dany Schrader 17.12.2009
Imre Grimm 15.12.2009