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19:10 24.11.2009
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Vor allem die Post profitiert durch Paketsendungen, die übers Web bestellt wurden. Doch will Shoppen im Web auch gelernt sein. Es klingt so einfach: Übers Internet sucht man sich den günstigsten Anbieter für ein Produkt, gibt auf der Webseite seine Bestellung ab und lässt das Geld abbuchen. Ein paar Tage später ist die Ware in der Post, und man freut sich über das vermeintliche Schnäppchen.

Doch was sind überhaupt „Schnäppchen“? Preisvergleichsmaschinen im Netz finden durchaus den aktuell günstigsten Anbieter für ein Produkt (beispielsweise die Seite hardwareschotte.de), doch hat man in der Praxis keine Garantie dafür, dass nicht zwei Tage später im Prospekt eines Elektronikhändlers dasselbe Produkt für dann doch noch mal 50 Euro günstiger angeboten wird. Den schmalen Vorteil des Schnäppchenpreises erkauft man sich mit einem gewissen Grad der Ungewissheit über die Seriösität des gefundenen Webanbieters. Beispiel eBay: Auf diesem Internetmarktplatz kann nicht nur jeder Privatmensch Dinge aus seinen entrümpelten Keller zum Verkauf anbieten, es tummeln sich dort auch zahlreiche „Profiseller“.

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Nun hat der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) bei einer Überprüfung von 80 Anbietern kürzlich weit über 400 Verstöße gegen Verbraucherschutzregeln ausgemacht. „Die VZBV-Juristen fanden keinen einzigen Ebay-Shop, der völlig fehlerfrei war“, berichtete die Stifung Warentest. Mal war der Anbieter nicht korrekt benannt, mal fehlten Hinweise zum Widerrufsrecht. Die Folge: Der VZBV verschickte 71 Abmahnungen und erhob in sieben Fällen sogar Klage. Wie soll ein juristisch unbeschlagener Surfer solche Anbieter erkennen? Keine noch so gute Internetseite wird so schnell den gleich guten Service wie der Händler um die Ecke bieten. Denn bei dem kann man mit der frisch gekauften Kamera auch wieder vorbeikommen, wenn sie sich nach nur zwei Wochen nicht mehr anschalten lässt.

Das Zurückschicken von Waren mit der Post ist dagegen mit einem anderen Aufwand verbunden, bei dem man unbedarft leicht etwas verkehrt machen kann. So haben sich manche Internetverkaufsläden angewöhnt, zurückgeschickte Waren zunächst einmal nicht zurückzunehmen: Mit dem Vermerk „Annahme verweigert“ geht die Ware wiederum zurück – weil der Verkäufer in seinen Geschäftsbedingungen festgelegt hat, dass Warenrücksendungen nur angenommen werden, wenn der Kunde vorher eine sogenannte RMA-Nummer beim Händler angefordert und diese außen am Paket angebracht hat.