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Nachrichten Medien & TV So bleibt der Computer sauber
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20:17 03.12.2008
Quelle: Dröse (Montage)
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Apple- und Linuxnutzer werden müde lächeln: Ein Virenscanner ist nach dem heutigen Stand der Dinge für diese Betriebssysteme nicht erforderlich. Windows-Benutzer hingegen kommen an einem Virenschutz nicht vorbei, sofern sie ihren Rechner ans Internet anschließen und zum Beispiel E-Mails empfangen wollen. Denn: Fast stündlich kommen neue Viren in Umlauf.
Doch für welches Virenschutzprogramm soll man sich entscheiden? Microsoft als Hersteller von Windows ist zwar mittlerweile auch Anbieter solcher Software, jedoch ist das Paket „One care“ in Windows nicht enthalten. Andere gängige Anbieter sind zum Beispiel Symantec, AVG, G-Data, Kaspersky und Sophos. Ein kostenloses Programm gibt es von Avira auf der Seite www.free-av.de. Es ist allerdings nur für Privatanwender kostenlos und wirbt regelmäßig für die kostenpflichtige erweiterte Version. Auf der gleichen Technik basiert die Software „PC Sicher“ der HAZ, die wir gemeinsam mit unserem Partner Buhl Data zu einem umfangreichen Sicherheitspaket für bis zu drei PCs in einem Haushalt geschnürt haben.
Allen diesen Antivirenprogrammen ist gemein, dass sie nur bei regelmäßiger Aktualisierung tatsächlich schützen. „Regelmäßig“ heißt dabei durchaus täglich. Dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zufolge kommen täglich rund 300 neue Viren heraus. Üblicherweise holt sich die Antivirensoftware diese Updates von selbst aus dem Internet. Windows-Nutzer tun gut daran, diese ständigen Updates zuzulassen, auch wenn sie lästig sind. Die automatischen Online-Updates sind normalerweise auf ein Jahr begrenzt – danach muss man sich eine Lizenz für weitere Updates kaufen.

Es reicht nicht aus, die einmal installierte Virensoftware nur aktuell zu halten. Kurz nach der Installation empfiehlt es sich, einmal eine komplette Absuche (einen „Scan“) des Windows-Systems nach Viren laufen zu lassen. Dies kann durchaus mehrere Stunden dauern.
Später prüfen die Virenscanner im laufenden Betrieb so gut wie jede neu hinzukommende Datei – seien es E-Mails, aufgerufene Webseiten, Downloads oder Schreib- und Lesevorgänge von einer eingelegten DVD oder CD oder von einem USB-Stick. „In jeder ausführbaren Datei, wie zum Beispiel *.exe oder *.com, kann sich ein Virus verstecken. Auch Textdokumente vom Typ *.doc oder Tabellen vom Typ *.xls können virenverseucht sein“, warnt das BSI. Neuerdings verbergen sich die Schadprogramme zudem immer häufiger in Webseiten, etwa als Javascript oder in Flash-Anwendungen.
Von Antivirenprogrammen werden diese Dateien auf bestimmte, für Viren typische Charakteristika untersucht. Die Crux bei diesem Verfahren ist, dass die ständig weiterentwickelten Prüfvorgänge nicht automatisch auch auf bereits vorhandene Dateien auf dem PC angesetzt werden. Ein langwieriger Komplettscan des PCs ist daher auch später immer wieder notwendig.
Kein Virenscanner erkennt alle Schadprogramme. Dennoch ist es nicht empfehlenswert, einfach mehrere Virenscanner zu installieren. Die Programme greifen tief ins Windows-System ein – und würden sich gegenseitig ins Gehege kommen. So bleibt nur als Lösung, von allen Anwendungsprogrammen stets die neueste Version zu nutzen – und von seinen wichtigen Daten regelmäßig Sicherheitskopien anzulegen.
von Marcus Schwarze
Ein Virenscanner ist enthalten im Programmpaket „PC-Sicher – So klappt's sicher im Internet“. Es ist im HAZ-Shop unter shop.haz.de im Internet erhältlich, kostet 39,95 Euro (zuzüglich 4,50 Euro Versand) und schützt Windows-Rechner für die Dauer eines Jahres vor Viren und Werbung. Als technische Basis kommt dabei eine bewährte Programmzusammenstellung unseres Partners Buhl Data zum Einsatz.

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