Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV So schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse
Nachrichten Medien & TV So schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:47 08.12.2008
Anzeige

Wer viel im Internet unterwegs ist, wird sehr häufig dazu aufgefordert, seine E-Mail-Adresse preiszugeben. Bei Bestellungen im Internet ist es beispielsweise unerlässlich, neben den persönlichen Kontaktdaten auch die E-Mail-Adresse anzugeben. Auf vielen Nachrichtenwebseiten gibt es die Funktion, einen empfehlenswerten Artikel an einen Bekannten weiterzuschicken – vorausgesetzt, man trägt neben der Adresse des Empfängers auch die eigene in ein Formular ein. Und schließlich ist es in den Foren im Netz notwendig, sich per E-Mail zu registrieren, um mitzuquatschen.

Seriöse Händler und Webseitenbetreiber behandeln diese Daten vertraulich. Doch eine Garantie hat man dafür nicht: Schnell kann es passieren, dass die eigene bekannt gegebene Mail-Adresse das Ziel von Spam wird. Diese lästigen Werbebotschaften kosten viel Zeit.

Die einfachste Lösung: Sie richten sich bei einem freien Anbieter im Netz eine zweite E-Mail-Adresse ein. Bei GMX oder WEB.de beispielsweise gibt es diese Dienstleistung kostenlos. Für Internet-Einkäufe, Registrierungen auf Webseiten und in den Foren nutzt man dann ausschließlich diese zweite Adresse. Üblicherweise bieten Web.de & Co. bereits ausgefeilte Mechanismen gegen Spam an und filtern von sich aus bereits viel Werbung. Wenn man sich angewöhnt, die „richtige“ Mail-Adresse nur gegenüber Freunden und Bekannten bekannt zu machen und die Zweitadresse nur gegenüber Fremden, spart man sich viel Zeit am Rechner.

Für den einmaligen Gebrauch hilfreich sind auch so genannte Wegwerf-E-Mail-Adressen. Etwa fürs Anmelden in einem Diskussionsforum. Beispielsweise können Sie bei trashmail.net eine Adresse einrichten, die eine genau einstellbare Anzahl an Mails an Ihre richtige Mail-Adresse weiterleitet. Danach wird die Kennung gelöscht. Wahlweise lässt sich auch eine Gültigkeitsdauer von einer Woche oder mehreren Monaten herstellen. So bleibt Ihre Haupt-Adresse vertraulich. Nachteil: Manche Dienste sperren trashmail.net-Adressen. Es gibt aber weitere Anbieter:

Anzeige
  • www.mailinator.com
  • www.temporaryinbox.com
  • www.spambog.com: Dieser Dienst veröffentlicht die ankommenden Mails kurzfristig auf einer Internetseite, die auch jeder andere Internetsurfer aufrufen könnte. Damit eignet sich der Dienst nur für besonders unwichtige Mails – etwa zur Registrierung in Foren.


Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt, generell nie auf Werbebotschaften zu antworten. „Oft enthalten solche Mails eine Anmerkung nach dem Muster: ,Klicken Sie hier, wenn Sie keine weitren Mails mehr von uns erhalten möchten.'“. Das aber sollte man besser vermeiden: Erst durchs Klicken bekommt der Werbeversender die Bestätigung, dass die Mail-Adressetatsächlich funktioniert, also bei Ihnen ankommt. „Das macht Ihre Adresse für den Weiterverkauf noch wertvoller“, warnt das BSI.

Im E-Mail-Programm hilft es, vor allem auf dem Absender zu schauen. In Betreff-Zeilen nutzen die Spam-Versender häufig Zeilen wie „Re: Ihre Anmeldung“.

Außerdem helfen kann ein Eintrag in der so genannten Robinsonliste: einem Verzeichnis des Interessenverbands Deutsches Internet, in dem die seriösen Unternehmen der Internet-Welt Wünsche zum Stopp unverlangter Werbung zentral entgegennehmen. Dort kann man sich eintragen und klarstellen, dass man keine Werbung möchte – dann behelligen Sie zumindest die teilnehmenden seriösen Internet-Firmen Sie nicht mehr mit E-Mail-Reklame.

Wer mit elektronischem Werbemüll über Telefon, Fax, SMS oder E-Mail über alle Maße belästigt wird und dies melden möchte, kann sich an die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA) wenden.

Schicken Sie die erhaltenen Werbemails (übrigens auch Faxe) mit einer kurzen Darstellung der Geschehnisse und der Bitte um Einschreiten der BNetzA an die Fax-Nummer (06321) 934-111 oder die E-Mail-Adresse Rufnummernspam@BNetzA.de. Der Betroffene darf in keiner Geschäftsbeziehung zum Absender stehen und vorher auch keine Zustimmung erteilt haben.

von Marcus Schwarze

Medien & TV Computerzeitschrift "c't" wird 25 - Wo das DVD-Laufwerk als Türstopper dient
05.12.2008
Medien & TV Keine Chance für Viren - So bleibt der Computer sauber
03.12.2008
08.12.2008