Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Medien & TV Bis einer heult
Nachrichten Medien & TV Bis einer heult
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 07.01.2014
Elf B-Prominente werden von RTL in den australischen Urwald geschickt. Quelle: HAZ/dpa
Anzeige
Köln

Das RTL-“Dschungelcamp” folgt auch in diesem Jahr einem einfachen Prinzip. Elf mehr oder minder bekannte Menschen ziehen auf wenigen Quadratmeter im australischen Urwald zusammen. Schauspieler, Moderatoren Sänger – alle dürfen teilnehmen. So weit, so simpel. Wer mitmachen darf, bestimmt der Sender. Und der folgt recht einfachen Regeln. Es braucht eine Zicke, die für Bambule sorgt. Einen erfahrenen Schauspieler, der sich durch das harte Geschäft geboxt hat. Dann noch den hübschen Mann und die hübsche Frau. Wichtig dabei ist, die Rollen bis zum Ende der Show gut zu spielen. Solche Charaktere hat RTL auch 2014 für „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ gefunden. Nun sollen nach “Bild”-Bericht alle elf Teilnehmer feststehen. Es wird gezankt und geweint. So viel ist sicher. Ob die Kandiaten sicher feststehen? Ist ja eigentlich auch egal.

Es sind nur noch wenige Tage, bis die Show auf Sendung geht. Am 17. Januar feiert der Privatsender den Einzug in den Dschungel, am 13. Januar werden die neuen Dschungelbewohner offiziell vorgestellt. Es folgen Tage im Urwald. Die Teilnehmer müssen Prüfungen bestehen und werden nach und nach rausgewählt. Bis der letzte verbliebene Kandidat zum Dschungelkönig gekürt wird. Oder zur Dschungelkönigin - wie Brigitte Nielsen vor zwei Jahren.

Anzeige
Die RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ geht in ihre achte Runde. Wieder sitzen fast erloschene Fernsehsternchen im australischen Urwald fest. Sie tratschen, lästern und kämpfen um den Titel. Die elf Kandidaten im Überblick.

Und über diese Kandidaten für die neueste Staffel wird spekuliert:

Mola Adebisi, einst ein beliebter, flippiger Moderator beim Musiksender VIVA in den Neunzigern, erfüllt so manches Kriterium für eine Teilnahme beim “Dschungelcamp”. Er ist ein gefallenes Sternchen. So erfolgreich wie seine VIVA-Kollegin Heike Makatsch wurde Adebisi nie. Seine Versuche als Sänger und Tänzer reichten nicht für den großen Ruhm. Mittlerweile spielt er bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg einen Saloon-Besitzer. Also ein potenzieller Dschungel-Kandidat.

Jochen Bendel, auch ein Sternchen aus den Neunzigern, moderierte die Quizshow “Ruck-Zuck”. Menschen mit sensiblen Ohren erkennen seine Stimme hin und wieder in Werbespots. Sein TV-Comeback bei RTL 2 scheiterte. Zwischenzeitlich tingelte Bendel durch deutsche TV-Kochshows und gibt eigene Kurs in München.

Corinna Drews wurde durch die Ehe zum Schlagersänger Jürgen Drews bekannt. Doch nicht nur deshalb schaffte sie auf den roten Teppich. Sie spielte in zahlreichen deutschen TV-Produktionen mit. “Traumschiff”, “Der Landarzt”, “Ein Schloß am Wörthersee” oder “Verbotene Liebe” – die Liste ist lang. Der Playboy lichtete sie gleich viermal ab. Und Ex-Mann Jürgen? Der schämt sich für die Teilnahme seiner Verflossenen.

Marco Angelini hat es immerhin auf den vierten Platz bei der RTL-Castingshow “Deutschland sucht den Superstar” geschafft. Das war im Jahr 2011. Seitdem ist von dem Österreicher, der vor zwei Jahren sein Medizinstudium abschloss, in Deutschland nicht viel zu hören gewesen. Weder im TV, noch auf der Bühne.

Larissa Marolt soll für Zickereien im Camp sorgen. Das liegt zumindest nahe, wenn man ihre Auftritte bei Österreichs Suche nach dem “Topmodel” vor vier Jahren verfolgt hat. Sie wurde als schönste Frau auf dem Laufsteg gekürt und nervte die Zuschauer mit ihren Allüren. Und das tat sie dann gleich noch einmal bei der deutschen Ausgabe der Sendung.

Melanie Müller beerbt die äußert freizügige Micaela Schäfer aus dem vergangenen Jahr. Müller zeigt gerne und oft viel Haut. Sie kassierte bei der RTL-Kuppelshow ”Der Bachelor” so manche Rose und am Ende dann doch einen Korb von Paul Ranke. Der entschied sich auf den letzten Metern gegen die blonde Pornodarstellerin.

Tanja Schumann, die RTL-Komödiantin der ersten Stunde, brachte mit ihrer Parodie auf Talkerin Margarethe Schreinemakers die TV-Zuschauer in den Neunzigern zum Lachen. Gemeinsam mit Wigald Boning, Esther Schweins und Olli Dittrich spielte sie bei “RTL Samstag Nacht” Sketche. Vor fünf Jahren meldete sie Privatinsolvenz an, mit kleineren Rollen und als Synchronsprecherin kam sie aus den Schulden wieder raus.

Winfried Glatzeder, der “Belmondo des Ostens”, gelang als Paul in der DDR-Produktion “Legende von Paul und Paula” zu großer Bekanntheit. Er stellte vor der Wende zahlreiche Ausreiseanträge, 1982 durfte er in den Westen. Dort war Glatzeder “Tatort”-Kommissar. In diesem Frühjahr erscheint das Drama “Der letzte Sommer der Reichen” mit dem Österreicher Helmut Berger. Glatzeders Teilnahme überrascht vielleicht am meisten.

Gabby Rinne schaffte es bei der “Popstar”-Suche des Privaten ProSieben in die eher erfolglose Band “Queensberry”. Rinne kennt sich aus mit einfachen TV-Formaten. Sie nahm auch bei der RTL-Show „Reality Queens auf Safari“ teil.

Wer wissen will, wer Julian Stoeckel ist, dem ist mit einem schnellen Google-Suche geholfen. Mehr braucht es allerdings auch nicht. Selbst sieht sich Stoeckel als Schauspieler, Designer und “Energiebündel mit Humor und Raffinesse”. So steht es zumindest auf seiner Internetseite. Seine Entdeckerin, die “Drombusch”-Darstellerin Witta Pohl, hat ihn nach eigenen Angaben “in die Gesellschaft der Reichen und Schönen” aufgenommen.

Michael Skowronek hingegen kennt eigentlich niemand. Zumindest nicht unter diesem Namen. Doch wenn Skowronek seinen Song “Sie liebt den DJ” anstimmt, horchen zumindest die Après-Ski-Gänger auf – oder die Ballermann-Touristen. Sie kennen Wendler, wie sich Skowronek nennt, von langen Nächten.

Felix Klabe