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Nachrichten Medien & TV Insight TV drängt auf deutschen Markt
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17:04 13.10.2015
Die Internetseite des Senders Insight TV. Künftig sollen die Inhalte auch auf deutsch gesendet werden. Quelle: Insight TV
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Cannes

Ein gänzlich neuer TV-Anbieter will das internationale Fernsehgeschäft aufmischen: Der via Astra auch in Deutschland zu empfangene Sender Insight TV präsentierte sich auf der Fernsehmesse MIPCOM in Cannes zum ersten Mal der Öffentlichkeit – und die staunte laut Medienmagazin DWDL.de nicht schlecht: Mit Factual Entertainment, gefilmt in Ultra HD mit 50 Bildern pro Sekunde, wolle man einen neuen Fernsehstandard etablieren. Im Programm sind Dokumentationen, Reportagen und Reality-Formate, unter anderem in deutscher Sprache. Zum Start erreicht der Kanal in Europa und Indien über die Plattform-Partner SES, iTV Network, Trikolor TV und United4All nach eigenen Angaben bereits 60 Millionen Haushalte. Das Ziel ist eine global verfügbare Medienmarke im klassischen TV sowie bei digitalen Streaming-Diensten.

Der Sender kommt aus den Niederlanden

Es ist ein ambitioniertes Vorhaben, das Miriam Zamaray da in Cannes präsentierte. Sie ist Geschäftsführerin von TERN International, dem Betreiber des Senders. TERN wiederum steht für Television Entertainment Reality Network und sitzt in den Niederlanden. "Insight führt die Ultra HD-Bewegung an. Wir investieren in kreative, effiziente und innovative Wege, die besten Ultra HD-Inhalte zu produzieren", sagt Zamaray dem Magazin zufolge über die augenscheinlichste Besonderheit des Senders.

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Neben Ultra HD soll die Interaktion mit dem Publikum sowie die Verfügbarkeit der Inhalte auf diversen Bildschirmen zum Kern der Marke Insight TV gehören. Unter Interaktivität versteht man bei Insight TV allerdings eher "Grab & Share". Gemeint ist die Verfügbarkeit einzelner Programminhalte auf diversen Plattformen – die sich einfach über Social Media teilen lassen. Als technische Plattform für die Interaktion mit dem Zuschauer setzt man auf die Technik des Jugendsenders Joiz, der diese über Joiz Global inzwischen weltweit vermarktet.

Die Übertragungstechnik kommt aus Russland

Schaute man sich die bisherige Berichterstattung des Senders an, so interessierte sich niemand für die Frage, wer eigentlich hinter dem scheinbar aus dem Nichts kommenden Unternehmen TERN International steckt. "Wir sind Teil einer größeren Familie, der russischen GS Group – oder General Satellite", zitiert DWDL.de den Finanzchef bei TERN International, Andreas Spriggs. Laut Spriggs stellt die Gruppe Technik – Digitalreceiver für den Empfang und Übertragungstechnik für Sender – her und kümmert sich außerdem um Services für den größten Anbieter von Satellitenfernsehen in Russland, Trikolor TV, und weitere Firmen. Zu diesen Services sollen auch Programminhalte gehören.

Von Kay Steinke

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